Tourismus in Ostfriesland Die Monate Januar bis Juni liefen rekordverdächtig
Die Zahl der Übernachtungen in Ostfriesland ist im ersten Halbjahr 2025 deutlich gestiegen. Besonders profitiert hat die Region trotz später Sommerferien vom guten Wetter im Juni.
Ostfriesland - Die Zahlen sind rekordverdächtig: Dabei ist die Urlaubssaison in Ostfriesland noch gar nicht um. Die Tourismusagentur Nordsee (TANO) hat die Gäste- und Übernachtungszahlen fürs erste Halbjahr 2025 ausgewertet. Sie übersteigen den Vorjahreszeitraum Januar bis Juni 2024 recht deutlich, obwohl 2025 die Sommerferien bundesweit erst im Juli gestartet sind. Die stärksten Monate 2025 waren bisher der April mit den Osterferien und der Juni. „Das trockene und sonnige Wetter hat seinen Anteil dazu beigetragen, dass trotz fehlender Sommerferien im Juni starke Zuwachszahlen erreicht wurden“, bilanziert die TANO.
Starke Zuwächse trotz später Sommerferien
Grundlage der Halbzeitbilanz 2025 sind die Tourismuszahlen des Statistischen Bundesamts und des Landesamts für Statistik Niedersachsen. Beide Behörden erheben Zahlen von Übernachtungsbetrieben mit mindestens zehn Betten oder Stellplätzen. Danach kommt Niedersachsen von Januar bis Juni auf 20.878.984 Übernachtungen, das sind plus 1,2 Prozent gegenüber 2024 und plus 1,7 Prozent im Vergleich zum Vor-Coronajahr 2019. Das Reisegebiet Ostfriesland - das Binnenland ohne die Inseln - erzielte laut den Statistiken in den ersten sechs Monaten 901.795 Übernachtungen, das sind 5,3 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2024. Die gesamte Nordseeküste kommt auf 3.617.484 (+5,4 %) Übernachtungen. Nur die Ostfriesischen Inseln blieben mit 2.302.310 Übernachtungen leicht hinter den Vorjahreszahlen zurück - um minus 0,8 Prozent.
Die Entwicklung in den Landkreisen
Auf den Landkreis Aurich entfielen laut TANO in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 1.877.344 Übernachtungen, das waren fast gleich viele wie 2024 mit 1.876.652, aber 3,1 Prozent mehr als 2019. Der Landkreis Wittmund steigerte sich im ersten Halbjahr 2025 mit 1.112.658 Übernachtungen um 3,1 Prozent im Vergleich zu 2024 (1.079.416 Übernachtungen) und um 2,7 Prozent im Vergleich zu 2019. Auf den Landkreis Leer entfallen 814.744 Übernachtungen und damit 1,4 Prozent mehr als 2024 (803.328) und 1,8 Prozent mehr als 2019. Die höchste Steigerungsrate auf der ostfriesischen Halbinsel hat Friesland mit einem Plus von 19,4 Prozent (954.296 Übernachtungen) gegenüber 2024 (799.471). Dennoch ist Luft nach oben, denn 2019 lagen die Zahlen um weitere 1,7 Prozent höher.
Aufenthaltsdauer leicht gesunken
Die drei Reisegebiete Ostfriesland, Nordseeküste und Inseln stellen insgesamt knapp 33 Prozent aller Übernachtungen in Niedersachsen, hebt die TANO hervor. Ihr Gebiet umfasst die Landkreise Ammerland, Aurich, Cuxhaven, Friesland, Leer, Wesermarsch und Wittmund sowie die Städte Wilhelmshaven und Bremerhaven. Die Aufenthaltsdauer im Gebiet der Tourismusagentur sank im ersten Halbjahr leicht um 0,1 gegenüber den Jahren 2024 und 2023 mit 4,1 Tagen.