Hamburg Kaminholz: So viel müssen Sie für Brennholz im Herbst 2025 zahlen
Brennholz ist während der Energiekrise sehr teuer und knapp geworden. Doch langsam entspannt sich die Lage. Das müssen Kaminbesitzer im Herbst und Winter 2025 für Brennholz bezahlen.
Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums nutzen rund 1,1 Millionen Haushalte in Deutschland Scheitholz, Holzpellets oder Holzhackschnitzel als primäre Energiequelle zum Heizen des kompletten Wohnraums. Zudem gebe es etwa 11,2 Millionen sogenannte Einzelraumfeuerstätten als ergänzende Holzheizungen, überwiegend Kaminöfen und Kachelöfen.
Wer einen Kaminofen betreibt, kann in diesem Herbst mit niedrigeren Preisen für ofenfertiges Scheitholz rechnen als im Vorjahr. Das geht aus der Erhebung des Technologie- und Förderzentrums (TFZ) des bayerischen Landwirtschaftsministeriums hervor. Dieses erhebt zwei Mal im Jahr die durchschnittlichen Brennholzpreise für Deutschland. Laut der jüngsten Erhebung vom Juli 2025 ist der Preis für Scheitholz leicht gesunken.
Für einen Raummeter trockenes Buchenholz (33 Zentimeter) muss man aktuell im Schnitt 143,50 Euro bezahlen. Im Vorjahr lag der Mittelwert noch etwas höher, nämlich bei 147,34 Euro. Umgerechnet auf den Heizwert sind das 9,33 Cent pro Kilowattstunde.
Ein Raummeter Fichtenholzscheite schlägt im Herbst 2025 im Schnitt mit 107,30 Euro zu Buche. Dies entspricht einem Heizwert von 9,42 Cent pro Kilowattstunde. Die erhobenen Preise sind Bruttopreise und beinhalten die Mehrwertsteuer sowie die Lieferung im Umkreis von bis zu 10 Kilometern.
Im Vergleich zum letzten halben Jahr sanken die Preise für 33 Zentimeter lange Buchen-Scheite um 2,4 Prozent und für Fichten-Scheite um 3,6 Prozent. Bei langen Scheiten gab es dagegen einen leichten Preisanstieg: Meter-Scheite aus Buche kosten jetzt ein Prozent mehr, bei denen aus Fichte stieg der Preis pro Raummeter um 2 Prozent.
Die Preisunterschiede sind aber je nach Anbieter groß. So kostet der teuerste angefragte Raummeter Buchenholz mit 211 Euro knapp dreimal mehr als der günstigste mit 72 Euro. Großen Einfluss auf den jeweiligen Preis haben Faktoren wie die Nähe zu Ballungsräumen oder auch regional ungewöhnlich hohe Holzaufkommen zum Beispiel aufgrund von Schadensereignissen wie Stürmen oder Borkenkäfern.
Insgesamt ist es für Verbraucher schwierig, die einzelnen Holzangebote am Markt zu vergleichen. Das fängt bei den verschiedenen Maßeinheiten an und hört bei den unterschiedlichen Liefer- und Verarbeitungskonditionen auf.
Holzpellets sind anders als Scheitholz im Vergleich zum Vorjahr teurer geworden. Mit 335 Euro pro Tonne kosten Pellets aktuell mehr als im langjährigen Mittel vor der Energiekriese. Im September 2024 lag der Preis laut Erhebung des Deutschen Pelletinstituts (DEPI) bei 273 Euro pro Tonne, bei sechs Tonnen Abnahme.
Pelletnutzer zahlen damit derzeit 6,7 Cent pro Kilowattstunde Wärme, wenn sie mit Holzpellets heizen.
Allerdings gibt es beim Pelletpreis regionale Unterschiede. In Süddeutschland beträgt der durchschnittliche Preis 339,96 Euro pro Tonne, in Nord- und Ostdeutschland 338,77 Euro und in Mitteldeutschland 325,84 Euro pro Tonne.
Der mittlere Preis für Hackschnitzel mit einem Wassergehalt von 35 Prozent liegt laut TFZ aktuell bei 98,23 Euro pro Tonne und liegt damit um 5,4 Prozent höher als Ende 2024. Im Vergleich dazu lagen Hackschnitzel mit einem Wassergehalt von 20 Prozent, die vor allem in kleineren Anlagen eingesetzt werden, bei etwa 151 Euro pro Tonne, was einem Preisrückgang von rund 2,13 Prozent gegenüber Ende 2024 entspricht.
Holzhackschnitzel sind mit 3,1 Cent pro Kilowattstunde (35 Prozent Wassergehalt) beziehungsweise 3,7 Cent pro Kilowattstunde (20 Prozent Wassergehalt) weiterhin deutlich kostengünstiger als alle anderen Brennstoffe.