Osnabrück Vorfahrt bis zur Radstation: Osnabrücker Radboulevard am Hauptbahnhof ist fertig
Fahrradfahrer in Osnabrück sind ab sofort zwischen Radstation und Bahnhofsvorplatz sicherer unterwegs. Der eigens für sie gebaute Radboulevard kommt allerdings verspätet – und insgesamt doppelt so teuer wie ursprünglich angenommen.
Nach einem halben Jahr Bauzeit ist der neue Radboulevard am Osnabrücker Hauptbahnhof für den Verkehr freigegeben. In dieser Woche seien Markierungen angebracht und Schilder aufgestellt worden, teilte die Stadt Osnabrück auf Instagram mit. In den kommenden Wochen sollen noch niedrige Geländer folgen, außerdem Beete angelegt und Blumen gepflanzt werden.
Fahrradfahrer können damit ab sofort vom Theodor-Heuss-Platz/Möserstraße direkt und ohne Hindernisse bis zur Radstation fahren. Auf dem gut 150 Meter langen, teils zweispurigen Asphaltweg haben sie Vorfahrt vor Autos und Taxis.
Auch für Fußgänger sei die Situation dank des Radboulevards klarer, erklärt die Stadt: Markierte Querungen führen zur Bruchstraße sowie zur Post, zum Kino und zum McDonald‘s. Für sehbehinderte Menschen wurde ein ertastbares Leitsystem am Boden eingerichtet. Es soll ihnen die Orientierung auf dem Platz erleichtern.
Die Bruchstraße soll in Kürze umgebaut werden. Künftig wird sie für Autos nur noch in eine Richtung befahrbar sein – weg vom Bahnhof. Wie in den anderen Seitenstraßen entstehen auch hier Fahrradbügel. Die Stadt empfiehlt jedoch, das Fahrradparkhaus zu nutzen.
Eigentlich hätte der Bau des Osnabrücker Radboulevards bereits Ende 2023 beginnen sollen, wurde dann aber auf März 2025 verschoben. Auch wurde das Projekt teurer als angenommen. Mit 1,1 Millionen Euro hatte die Verwaltung Anfang 2022 für die Umgestaltung von Bahnhofsvorplatz und abgehenden Seitenstraßen grob gerechnet. Anfang 2024 war bereits von 1,54 Millionen Euro die Rede.
Im Ratsbeschluss vom Juni 2024 wurden letztlich 2,2 Millionen Euro veranschlagt. Der Bund übernimmt davon 1,3 Millionen Euro durch Fördermittel.