Osnabrück  Wieso die Profis des VfL Osnabrück zwei Tage vor dem Köln-Spiel freihaben

Benjamin Kraus
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Von Benjamin Kraus
| 26.09.2025 09:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Theo Janotta (Osnabrück) am Ball im Testspiel gegen Holstein Kiel. Foto: Michael Titgemeyer
Theo Janotta (Osnabrück) am Ball im Testspiel gegen Holstein Kiel. Foto: Michael Titgemeyer
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In zwei Tagen treten die Drittliga-Profis des VfL Osnabrück beim FC Viktoria Köln an – und haben dennoch am heutigen Freitag frei. Warum das so ist, erklärt Trainer Timo Schultz.

Zwei Tage vor dem Auswärtsspiel ein freier Tag für die Profis - die Trainings- und Terminsteuerung beim Fußball-Drittligisten VfL Osnabrück ist zumindest ungewöhnlich. Trainer Timo Schultz erklärt diese Maßnahme aber mit einem Blick auf andere Klubs - und auf nächste Woche, was ebenfalls die Perspektive weitet.

„So ungewöhnlich ist diese Taktung gar nicht: Viele Teams machen in der Mitte der Woche zwei harte Belastungstage, ehe nach einem Tag Pause die unmittelbare Vorbereitung auf das Spiel mit reduzierter Trainingsintensität und dem speziellen Blick auf den Gegner beginnt“, erklärt Schultz. Dass der VfL nun ausnahmsweise ebenso jenes Vorgehen gewählt habe, liegt auch an dem, was nach dem Viktoria-Spiel kommt: eine Englische Woche mit dem Heimspiel gegen Regensburg am Mittwoch (19 Uhr) sowie dem Auswärtsspiel in Mannheim am Samstag (14 Uhr). Drei Spiele in sechs Tagen also, die den VfL-Profis alles abverlangen werden.

„In dieser Englischen Woche wird kein Raum für freie Tage sein - auch deshalb haben wir die Jungs an diesem Freitag nochmal nach Hause geschickt“, sagt Schultz. Hätte der VfL sein Wochenprogramm mit vier Trainingstagen vor dem Spiel am Stück normal durchgezogen, hätte dies elf Tage Arbeit am Stück für die Lila-Weißen bedeutet - mit der finalen Anforderung, beim Auswärtsspiel in Mannheim noch einmal alles zu mobilisieren. Mit dem freien Freitag hofft man nun, zumindest ein wenig mentale Frische bis tief in die nächste Woche zu tragen.

Gespannt darf man auch sein, wie Schultz die Spiele personell angehen wird: In der jüngst erst absolvierten Englischen Woche mit Partien gegen Rostock (0:0), in Essen (1:1) und gegen Aue (3:1) hatte das Trainerteam einige Personalrochaden zwischen den Spielen vorgenommen. Absehbar ist schon jetzt, dass dies in Köln in der Abwehrkette geschehen wird: Robin Fabinski (Infekt) stand auch am Donnerstag nicht auf dem Trainingsplatz und wird somit wohl erst im Verlauf der Englischen Woche wieder eingreifen. Angesichts der Tatsache, dass auch Niklas Wiemann noch nicht zur Verfügung steht, dürfte dies in Köln die Startelf-Premiere für Theo Janotta bedeuten, den groß gewachsenen Sommer-Zugang von BW Lohne.

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