Osnabrück  TuS Haste: „Durch den Verein geht ein Ruck und das ist auch gut so“

Jacob Alschner
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Von Jacob Alschner
| 24.09.2025 11:54 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Seit diesem Jahr aus der Kreisklasse zurück in der Kreisliga: der TuS Haste (in Grün). Foto: Nico Paetzel
Seit diesem Jahr aus der Kreisklasse zurück in der Kreisliga: der TuS Haste (in Grün). Foto: Nico Paetzel
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Nach Jahren schreibt der TuS Haste wieder positive Schlagzeilen – auf und neben dem Platz. Beides hat Gründe – und hängt zusammen, berichtet David Wilke, Trainer der ‚Ersten‘.

Gute Neuigkeiten vom TuS Haste 01 gab es selten in den zurückliegenden Jahren. Sportlich ging es aus der Fußball-Bezirksliga hinab in die 1. Kreisklasse (2023 bis 2025), infrastrukturell stand der Verein am Rande der Existenz, mindestens am Rande der Heimatlosigkeit. Das änderte sich im Mai 2025, als ein Pachtvertrag unterzeichnet wurde, der dem TuS den Verbleib am Netteufer mindestens für die nächsten 30 Jahre sicherstellt. Und auch sportlich geht es wieder nach dem Aufstieg in die Kreisliga bergauf. Zufall, dass beides zur gleichen Zeit kommt, ist das nicht, sagt David Wilke.

Der 34-Jährige ist Teil des vierköpfigen Trainerteams des TuS, leitet seit der Saison 23/24 gemeinsam mit Mischa Kohlhaas und Alexander Spoida die Geschicke. Seit dieser Saison ist auch Torben Pospiech Teil des Stabs. „Wir haben uns vor ein paar Jahren zusammengesetzt und beschlossen, welchen Weg wir gehen wollen“, berichtet Wilke. „Mit vielen Haster Jungs, die wir zurückgeholt haben und wir arbeiten daran, auch immer mehr aus der eigenen Jugend in die erste Mannschaft hochzubringen.“

Im Vergleich zu Zeiten unter dem vorherigen Trainer Carsten Meyer sei nun die Kontinuität in der Mannschaft höher. „Er hatte Schwierigkeiten, die Jungs bei der Stange zu halten“, so Wilke. Das habe man selbst von außen betrachtet sehen können. „So langsam zieht jeder mit, wir haben eine gute Trainingsbeteiligung und haben vor allem Spaß in der Truppe.“ Nach vier Auftaktniederlagen als Aufsteiger sind zwei Siege, ein Remis und ein Platz oberhalb der Abstiegszone das Resultat.

Mit Jan Hutmacher (39) und Dennis Schnieder (37) habe man zwei „alte Hasen“ im Team, so Wilke. Bereits im Sommer 2024 hatte der TuS Bezirksliga-Kräfte in die Kreisklasse geholt, Marc Kröger und Lennart Wulftange sind hier zu nennen. In diesem Sommer verstärkten sich die Haster als Neu-Kreisligist dann mitunter aus der Landesliga, wo die Neuzugänge Meiko Nitschke und Jan Wilken in der vergangenen Spielzeit für den SSC Dodesheide gekickt hatten. „Die Mischung macht es bei uns“, fasst David Wilke zusammen. Und, ganz wichtig: „Anders als in den Jahren zuvor liegt die Last der hohen Erwartungen nicht auf den Schultern der Jüngeren, weil damals Führungsspieler fehlten.“

Schier untrennbar damit zusammen hängt der Umstand, dass der Standort an der Osterhaus-Kampfbahn gehalten werden konnte. Das sei „allen sportlich Aktiven wichtig“ gewesen, sagt der Trainer. „Einige externe Neue hätte man zum Beispiel nicht mit unserem alten Kunstrasenplatz bekommen. Gut also, dass wir jetzt den neuen haben und zum Herbstende ja auch unsere neuen Kabinen beziehen können“, so Wilke. Er verweist auch auf die Jugendarbeit, die floriere. Zeitweise hatte der TuS keine A- bzw. B-Jugend gemeldet. „Durch den Verein geht ein Ruck und das ist auch gut so.“

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