Frankfurt Trotz Preisrückgang: Immobilien bleiben für viele unerschwinglich
Die Gefahr einer Immobilienblase in München und Frankfurt ist gesunken. Doch nach höheren Zinsen und gesunkenen Immobilienpreisen steigen jetzt Nachfrage und Kaufpreise wieder. Für viele bleibt Wohneigentum weiterhin kaum erreichbar.
Würde man auf eine Ampel in München oder Frankfurt schauen, so stünde sie auf Gelb, was das Risiko einer Immobilienblase betrifft. Damit sind die beiden teuersten Pflaster der Republik keine Hochrisikofälle mehr, was das Platzen einer Blase angeht.
Vor drei Jahren war das noch anders. Da befanden sich die Immobilienpreise auf schwindelerregenden Rekordgipfeln und die Befürchtung, eine Blase könnte platzen, war bei einigen Beobachtern da. Dass diese Gefahr gebannt scheint, liegt daran, dass die Kaufpreise für Eigentum oder die Kapitalanlage aus Beton gesunken sind.
Und da haben vor allem die Zinsen geholfen. Im Kampf gegen die hohe Inflation hatte die Europäische Zentralbank mit steigenden Zinsen reagiert. Das hat auch Bau- und Kreditzinsen in die Höhe getrieben und es schwerer gemacht für Interessierte, den Traum der eigenen vier Wände zu verwirklichen oder ihr Geld in eine Immobilienanlage zu stecken. Der konjunkturelle Gegenwind tat sein Übriges und schwächte die Nachfrage zusätzlich.
Doch dürfte diese Atempause in den Metropolen bereits vorüber sein. Denn die Konjunktur erholt sich, wenn auch langsam, die Nachfrage zieht wieder an und die Zinsen sind gesunken. Das alles bedeutet, dass es besonders in Großstädten für Normalverdiener schwer bis unmöglich bleibt, eine finanzierbare Immobilie zu finden.
Denn wir erinnern uns: Zwar mögen die Immobilienpreise in den Metropolen in den letzten drei Jahren inflationsbereinigt um rund 20 Prozent gefallen sein. Doch waren sie vorher auf Rekorde geklettert. Es handelt sich also um eine zeitweilige Korrektur, die nun auch schon wieder vorüber zu sein scheint. Für viele Menschen wird der Traum einer eigenen Immobilie damit leider bleiben, was er ist: ein Traum.