Osnabrück  In welchem Heim war ich? Karte von Amrum soll Verschickungskindern helfen

Maja Rolfsen
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Von Maja Rolfsen
| 23.09.2025 13:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
Millionen Kinder wurden nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs verschickt. Ein Ziel war die Insel Amrum. Foto: Unsplash
Millionen Kinder wurden nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs verschickt. Ein Ziel war die Insel Amrum. Foto: Unsplash
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Amrum war in der Nachkriegszeit eines der zentralen Ziele für Kinderverschickungen. Heute fragen sich viele ehemalige Verschickungskinder, in welchen Heimen sie damals untergebracht waren. Eine digitale Karte könnte nun helfen, diese Erinnerungslücken zu füllen.

Millionen Kinder wurden nach Ende des Zweiten Weltkriegs bis in die 1990er-Jahre verschickt. Heute schildern ehemalige Verschickungskinder immer wieder physische und psychische Gewalt, der sie damals hilflos ausgesetzt waren.

Amrum war in der Nachkriegszeit ein wichtiges Ziel für Kinderverschickungen. Noch heute fragen sich viele ehemalige Verschickungskinder, in welchen Heimen sie damals untergebracht waren. Eine digitale Karte könnte nun helfen, die Unklarheit zu beseitigen.

Der Verein Verschickungskinder e.V. eine Karte erstellt, auf denen alle bekannten Verschickungsheime auf Amrum aufgeführt sind:

Die ehemaligen Verschickungskinder Petra Merz, Michael Heinze und Astrid Niemann haben nach monatelanger Recherche eine detaillierte Karte für Amrum erstellt, die alle bisher bekannten Verschickungsheime aufführt. Dafür nutzten sie neben Archiven Wohnungsanzeiger, Telefonbücher, alte Postkarten, Zeugnisse und Informationen der Insulaner. Das Besondere an der Karte zu Amrum: „Bei dieser Karte ist es uns sogar gelungen, die Geschichte der Heime mitaufzunehmen“, sagt Heinze.

Mit einem Klick auf die Standorte erscheinen Fotos und der Name des Heims. Zudem hat das Rechercheteam Informationen zu Leitungen, Trägern und Bettenzahlen zusammengetragen.

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