SpVg-Frauen gewinnen  Knapper Auricher Sieg gegen die Kiez-Kickerinnen

Helmut Vortanz
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Von Helmut Vortanz
| 22.09.2025 16:04 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Auricher Frauen freuen sich mit der Siegtorschützin Alina Vogel.Fotos: Helmut Vortanz
Die Auricher Frauen freuen sich mit der Siegtorschützin Alina Vogel.Fotos: Helmut Vortanz
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Der Aufsteiger trumpft weiter auf in der Regionalliga. Der 2:1-Sieg gegen die Frauen des FC St. Pauli war aber mühsam.

Aurich - Nach zwei Kantersiegen und einer knappen Niederlage im ersten Spiel fanden sich die Frauen 1 der SpVg Aurich vor dem 4. Spieltag überraschend auf dem zweiten Tabellenplatz der Regionalliga Nord wieder. Damit hatte beim Aufsteiger niemand gerechnet. Auch wenn die Momentaufnahme etwas anderes suggeriert, das Ziel von Cheftrainer Stefan Wilts bleibt der frühzeitige Klassenerhalt. Gegen die Frauen des FC St. Pauli sollte daher am Sonntagmittag der dritte Sieg in Folge her.

Die Hamburger Mannschaft, die in den vergangenen Jahren immer im Mittelfeld der Liga gelandet war, hatte mit nur einem Punkt aus drei Auswärtsspielen einen glücklosen Start. Für sie galt es, mit einem Dreier den Abstand zur Abstiegszone zu vergrößern.

Rund 250 Zuschauer fanden am Sonntagmittag den Weg ins Stadion am Ellernfeld. „Es tut richtig gut, die besetzten Tribünen bei einem Spiel der Fußballfrauen zu sehen“, freute sich Vereinschef Ralf Dreiling. Die Freude wurde jedoch empfindlich getrübt durch das Auftreten der beiden Mannschaften in der ersten Halbzeit.

Auf beiden Seiten ergaben sich in den ersten 20 Minuten so gut wie keine zwingenden Aktionen, die zu einem Torerfolg hätten führen können. Gegenseitiges Abtasten mit deutlich mehr Ballbesitz bei den Hamburgerinnen. Das Spiel der SpVg war durchsetzt von frühen Ballverlusten, ungenauen Pässen und fehlendem Umschaltspiel. Erst nach knapp 30 Minuten gab es erste Lebenszeichen vor dem Tor der Gegnerinnen durch zwei gute Aktionen von Mareike Assing und Dorothea Greulich.

„Wir sind lange noch nicht da, wo wir eigentlich sein wollten“, zog Trainer Tammo Pfeiffer ein erstes Fazit zu Beginn der Halbzeitpause. Die Stärke der Mannschaft, immer zuerst am Ball zu sein, klappte in den ersten 45 Minuten nicht und auch das Umschaltspiel war deutlich schlechter als in den beiden vorangegangenen Begegnungen, sagte er.

Einwechselspielerin trifft zum Sieg

Das waren auch genau die Punkte, die in der Pause angesprochen wurden, so Cheftrainer Stefan Wilts nach dem Spiel.

Doch zunächst kam die Ernüchterung: Eine unübersichtliche Situation vor dem Strafraum nutzten die Gäste nach dem Wiederanpfiff zur Führung. Das wirkte wie ein Weckruf für die Auricherinnen. Der Druck wurde stärker, die Außen wurden effizienter eingesetzt und nach einem Eckball erzielte Dorothea Greulich mit dem Kopf den Ausgleich in der 56. Minute. Plötzlich zeigte die Mannschaft ein anderes Gesicht. An der Körpersprache war der Wille zum Sieg zu erkennen.

Und auch die Bank reagierte und brachte mit Nele Hartstein und Alina Vogel zwei frische Spielerinnen, die das Spiel weiter belebten. Rund 10 Minuten vor dem Abpfiff nahm sich Alina Vogel im Strafraum ein Herz und platzierte den Ball nach einem Einwurf unhaltbar für die gegnerische Torhüterin zum spielentscheidenden 2:1 im Tor.

Die Erleichterung nach diesem glücklichen Sieg war Spielerinnen und Trainern anzusehen. „Wir haben nicht das beste Spiel gesehen. Ein Unentschieden wäre vielleicht gerechter gewesen“, so Wilts in Richtung der Hamburger Kollegen. Seine Mannschaft muss am Donnerstag im Niedersachsen-Pokal beim Oberligisten in Büppel antreten. Im nächsten Ligaspiel ist am 5. Oktober Hannover 96 zu Gast am Ellernfeld.

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