Osnabrück  Ri ist zu: Warum das Ristorante Italiano am Theater Osnabrück geschlossen ist

Wolfgang Elbers
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Von Wolfgang Elbers
| 19.09.2025 16:13 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Das kam plötzlich: Das Ristorante Italiano an der Theaterpassage Osnabrück ist seit Anfang September geschlossen. Foto: Jörn Martens
Das kam plötzlich: Das Ristorante Italiano an der Theaterpassage Osnabrück ist seit Anfang September geschlossen. Foto: Jörn Martens
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Das kam überraschend: Das italienische Restaurants „Ri“ in der Osnabrücker Theaterpassage ist seit Anfang September geschlossen. Das sind die Hintergründe.

Es scheint holterdiepolter gegangen sein zu sein: Das Werbeschild für das Mittagsmenü steht noch vor dem Eingang des italienischen Restaurants „Ri“ in der Osnabrücker Theaterpassage, doch seit Anfang September ist das Lokal zu. „Wegen Umbau geschlossen“ steht an der Glastür des „Ri“. Im Inneren aber sieht alles noch unverändert aus.

Klar ist: Für den bisherigen Betreiber, der vor rund einem Jahr die im Frühjahr 2019 vom Inhaber einer Pizzeria in Wersen eröffnete und etablierte Gastro-Adresse mit italienischer Küche übernommen hat, wird es nicht weitergehen. „Der Mietvertrag ist beendet“, ist von dem in der Dienstleistungsbrache tätigen Osnabrücker Privatinvestor zu erfahren, der das Objekt 2018 von der in Frankfurt ansässigen DIC Asset AG erworben hat. Er will aber öffentlich nicht in Erscheinung treten.

Seine Pläne sehe vor, dass es jetzt eine Umbauphase geben wird, um die auf zwei Etagen verteilte Restaurantfläche, die früher Standort der Apotheke am Domhof war, zu erweitern. Damit wird es am Ausgang der Theaterpassage zum Domhof in den kommenden Monaten an zwei Stellen Veränderung geben: Auch gegenüber des „Ri“, in den Räumen der Ende August aufgegebenen „Bio-Pommes-Manufaktur“, wird umgebaut. Dort soll es in Kürze unter der Regie des am Kamp erfolgreichen „Zum Drehspieß“-Inhabers neben Fritten auch Döner-Fast-Food geben.

Zeitnah dürfte auch beginnen, die an das Restaurant anschließende Ladenfläche für eine Gastronutznung umzugestalten. Dazu wird im Erdgeschoss eine barrierefreie Toilette realisiert. Außerdem soll es künftig auch ebenerdig einen größeren Sitzplatzbereich für Gäste geben.

Dies ist nach Angaben des Eigentümers mit einigem Aufwand verbunden, da auch in Brandschutz investiert werden muss. Er ist aber überzeugt: „Durch die Erweiterung und Neuaufteilung wird der Bereich aufgewertet und auch die gesamte Passage an Attraktivität gewinnen.“ Sein Zeitplan sieht vor, dass noch in diesem Jahr dort wieder eine Gastronomie eröffnet. 

Der Betreiber wird aber noch gesucht. Favorisiert: die Nutzung durch ein italienisches Lokal, da ein solches Angebot an der Stelle in den vergangenen Jahren das Entree der Theaterpassage geprägt habe.

Es sei geplant, bei den Vermietungen insbesondere auf innovative Konzepte zu setzen. Als positives Beispiel wird von ihm das im August in der Theaterpassage gestartete Tanzstudio „Xtrakt“, das HipHop, Afro-Dance oder Pilates im Programm hat, gesehen: „Das sorgt für Frequenz.“ Die soll durch die angestrebte Lösung, die entstandene Gastro-Lücke wieder durch einen Italiener zu lösen, weiter ausgebaut werden – möglicherweise auch durch eine Ausweitung des „To go“-Geschäfts, für das eine separate Bestell- und Ausgabestelle angedacht ist. 

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