Osnabrück  Mäuseplage und marode Bausubstanz: Neubau für die Heinrich-Schüren-Schule in Osnabrück

Sophie Handl
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Von Sophie Handl
| 17.09.2025 11:13 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Das nächste große Sanierungsprojekt an den Osnabrücker Schulen steht an: Die Heinrich-Schüren-Schule am Westerberg bekommt ein neues Schulgebäude und eine neue Turnhalle. Foto: Jörn Martens
Das nächste große Sanierungsprojekt an den Osnabrücker Schulen steht an: Die Heinrich-Schüren-Schule am Westerberg bekommt ein neues Schulgebäude und eine neue Turnhalle. Foto: Jörn Martens
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Die Heinrich-Schüren-Schule in Osnabrück erhält einen Neubau, inklusive Sporthalle. Marode Bausubstanz und eine langanhaltende Mäuseplage machen das nötig.

Das Gebäude der Heinrich-Schüren-Schule im Osnabrücker Stadtteil Westerberg stammt aus den 1970er-Jahren. Die Grundschule soll nun ein neues Schulgebäude und eine neue Sporthalle bekommen. Denn in der aktuellen Immobilie gibt es Probleme. 

Nachdem das Thema schon vor der Sommerpause vom Rat beschlossen wurde, landete es am Donnerstag, 11. September, im Schul- und Sportausschuss zur Kenntnisnahme. Der Schul- und Sportausschuss steht damit in der Beratungsreihenfolge an letzter Stelle.

2023 sandte die Schule einen Hilferuf. Die Mäuseplage, die zu dem Zeitpunkt bereits seit elf Jahren bestand, sei unerträglich geworden. Die Schule machte sich Sorgen um die Gesundheit der Kinder und Lehrkräfte. Außerdem wächst Unkraut ins Gebäude, bei Regen tropft es ins Lehrerzimmer und in die Turnhalle. 

Mittlerweile kommt es nicht mehr zu Begegnungen mit den Nagetieren, sie sind aber noch präsent. Einmal monatlich komme ein Kammerjäger. Ein leises Traben in der Decke können die Lehrkräfte gelegentlich hören, in den Umkleiden der Sporthalle stinkt es nach Mäuseurin. 

Entstehen soll der Neubau auf den aktuellen Freiflächen. Das bedeutet, dass der Altbau bis zur Fertigstellung weitergenutzt werden kann. 2028 soll mit dem Bau begonnen werden. 

Die Planungskosten, die im Rat beschlossen wurden, belaufen sich auf 1,35 Millionen Euro. Als groben Orientierungswert für die Investitionskosten nennt die Verwaltung 17,5 Millionen Euro. für das Schulgebäude und 5,5 Millionen Euro für die Sporthalle.

Für Irritationen sorgte der der Beschlussvorlage angehängte Lageplan. Es habe keinerlei Austausch mit der Schule gegeben, bevor das Thema in den Ausschüssen behandelt wurde. „Es kann nicht sein, dass die Schule das letzte Mal 2017 von einem Neubau hört und dann von Planungen überrascht wird”, fasst Ausschussvorsitzende des Schul- und Sportausschuss Petra Knabenschuh (CDU) die Situation zusammen. Andre Klekamp (SPD) kritisiert, dass der Schul- und Sportausschuss nicht Teil der Vorberatungen war, sondern von der Planung erst nach dem Ratsbeschluss in Kenntnis gesetzt wurde.

Die Verwaltung sagte dazu, dass es sich rein um die Flächenplanung handle. Der Beschluss ist der Auftrag zur Planung eines neuen Gebäudes. Die Raumplanung sei nicht wie im Plan eingezeichnet. Vielmehr werde man sich mit der Schule zu einem genauen Konzept austauschen. Zum Beispiel sieht der aktuelle Lageplan weder einen Fahrstuhl noch barrierefreie Toiletten vor, die es laut Verwaltung aber geben soll. 

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