Osnabrück  Zwei Drittel gesperrt: Berufsschulzentrum Westerberg bekommt neue Turnhalle

Sophie Handl
|
Von Sophie Handl
| 16.09.2025 18:26 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Sieht es bald so auch im Berufsschulzentrum Westerberg aus? Auf dem Bild zu sehen ist die neue Sporthalle der Rosenplatzschule, die im März 2025 eröffnet wurde. Foto: André Havergo
Sieht es bald so auch im Berufsschulzentrum Westerberg aus? Auf dem Bild zu sehen ist die neue Sporthalle der Rosenplatzschule, die im März 2025 eröffnet wurde. Foto: André Havergo
Artikel teilen:

Die Stadt Osnabrück plant eine neue Turnhalle für das Berufsschulzentrum Westerberg. Die aktuelle Sporthalle ist kaum mehr zu benutzen. Doch bis die Neue steht, wird es noch dauern.

Die Stadt baut dem Berufsschulzentrum (BSZ) Westerberg eine neue Sporthalle mit 2,25-Feldern. Darüber wurden jüngst die Mitglieder des Schulausschusses informiert. Denn: Die aktuelle Sporthalle ist in einem schlechten Zustand. Von den drei Feldern sind zwei gesperrt, weil es gravierende Schäden am Tragwerk gibt. Auch die Decke ist teilweise undicht, der Boden beschädigt und die Außenwände sind ungedämmt. All diese Mängel beeinträchtigen den Sportbetrieb seit Jahren, begründet die Verwaltung die Entscheidung zum Neubau in der Beratungsvorlage des Ausschusses. 

Die Turnhalle steht demnach ganz oben auf der Prioritätenliste der Sporthallensanierungen in Osnabrück. Bereits im März präsentierte die Verwaltung diese Liste im Schul- und Sportausschuss. Acht Sporthallen befinden sich in der Kategorie „rot“ – das sind solche, mit erheblichem Sanierungsbedarf, so wie die Anlage des Berufsschulzentrums. 

Die Verwaltung erklärte damals, das Ziel sei es, jedes Jahr mit der Planung eines Neubaus oder einer Sanierung zu beginnen. Bis eine Maßnahme fertig ist, von der Planung bis zum Bauende, dauert es zirka vier bis fünf Jahre, sagte die Verwaltung im Ausschuss. 

Wann es am Westerberg losgehen soll, steht in den Unterlagen noch nicht. An Planungskosten fallen rund 523.000 Euro an. Diese wurden auch schon vom Stadtrat freigegeben. Die Verwaltung gibt für die Gesamtkosten einen Orientierungswert von 8,3 Millionen Euro an.

Die zweitdringendste Maßnahme – die Sporthalle der Grundschule Hellern – soll, wenn es nach der Verwaltung geht, mit Geld aus dem Kommunalinvestitionspaket 3 vom Land Niedersachsen finanziert werden. 12,34 Millionen Euro daraus fließen nach Osnabrück. Die Entscheidung darüber liegt beim Rat der Stadt, nachdem sich weder Immobilienausschuss noch der Schul- und Sportausschuss einig wurden. 

Auf eine Sanierungsmaßnahme folgt die nächste: Gerade abgeschlossen ist die Sanierung nach dem Brand in der Caféteria des Berufsschulzentrums in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar 2020. Das Hauptgebäude war lange nicht nutzbar, ein Kühlschrank für Getränke fing damals Feuer.

Ähnliche Artikel