Hamburg/Dortmund  Beitrag zu Charlie Kirk: Eigene Fans kritisieren BVB-Star Nmecha – Club reagiert

Mark Otten
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Von Mark Otten
| 13.09.2025 12:42 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Felix Nmecha, Nationalspieler von Borussia Dortmund, steht erneut wegen seiner Social-Media-Beiträge bei der eigenen Fans in der Kritik. Foto: IMAGO / Kirchner-Media
Felix Nmecha, Nationalspieler von Borussia Dortmund, steht erneut wegen seiner Social-Media-Beiträge bei der eigenen Fans in der Kritik. Foto: IMAGO / Kirchner-Media
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BVB-Spieler Felix Nmecha äußert sich öffentlich zum Attentat auf den rechtspopulistischen Influencer Charlie Kirk. Das kommt bei den Dortmund-Fans nicht gut an. Der Club sieht Gesprächsbedarf.

Nachdem Felix Nmecha in einer Instagram-Story seine Betroffenheit über das tödliche Attentat auf den rechtspopulistischen Charlie Kirk geäußert hatte, hat es heftige Reaktionen in Fankreisen gegeben. Nach Angaben des Sport-Informationsdienstes SID hat Borussia Dortmund angekündigt, das Gespräch mit dem Spieler zu suchen.

Der 24-jährige Nmecha, der bisher viermal für die deutsche Nationalmannschaft auflief, hatte zunächst geschrieben: „Ruhe in Frieden bei Gott. So ein trauriger Tag.“ Später änderte er den Text in: „Möge der Herr der Familie Kirk in dieser Zeit mit besonderer Gnade beistehen. Jesus ist der wahre Weg zu Frieden und Liebe.“ In einem weiteren, inzwischen gelöschten Beitrag, bezeichnete der 24-Jährige den für radikale Ansichten bekannten Kirk als jemanden, der „friedlich für seine Überzeugungen und Werte eingestanden“ sei.

Charlie Kirk, ein großer Anhänger von Donald Trump, wurde am Mittwoch während einer Diskussionsveranstaltung auf dem Campus der Utah Valley Universität in Orem erschossen. Der Inluencer hatte in der Vergangenheit mit teils extremen Ansichten gegen Minderheiten polarisiert.

Es ist nicht das erste Mal, dass der tiefgläubige Christ Nmecha mit kontroversen Social-Media-Beiträgen für Aufsehen sorgt. Bereits vor zwei Jahren hatte er Posts geteilt, die als homophob und queerfeindlich eingestuft wurden. Sein Wechsel vom VfL Wolfsburg zu Borussia Dortmund wurde daher von vielen Fans mit Skepsis gesehen.

Laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung soll Nmechas Vertrag eine Klausel beinhalten, die eine Strafe vorsieht, falls sich der Spieler in Posts äußert, die den Werten des Vereins widersprechen.

Nmecha selbst erläuterte in einem weiteren Beitrag am Freitagabend seine Absichten: „Meine Idee war es, der trauernden Familie zu kondolieren und die Botschaft zu senden, dass Hass und Gewalt niemals eine Lösung sind.“ Er betonte, dass er vielen von Kirks politischen Ansichten nicht zustimme. Er wolle lediglich sein Mitgefühl ausdrücken, da Kirk „vor seiner Frau und seinen zwei kleinen Kindern ermordet wurde“.

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