Köln  Clevere Abstellhilfe für Gehstöcke: Wie Opa Heinz Investor Frank Thelen überzeugt

Maximilian Matthies
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Von Maximilian Matthies
| 09.09.2025 13:45 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Opa Heinz, 98, überzeugt in der „Höhle der Löwen“ mit einer simplen Idee, die Gehstöcke stabil hält – und gewinnt die Herzen der Investoren. Foto: RTL/Bernd-Michael Maurer
Opa Heinz, 98, überzeugt in der „Höhle der Löwen“ mit einer simplen Idee, die Gehstöcke stabil hält – und gewinnt die Herzen der Investoren. Foto: RTL/Bernd-Michael Maurer
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Opa Heinz zeigt in der Vox-Show „Die Höhle der Löwen“, wie ein cleverer Gehstock den Alltag von Senioren erleichtern kann. Mit Charme, Lebensweisheit und cleverer Technik sichert der 98-Jährige für seinen Enkel einen Deal mit Investor Frank Thelen.

Mit 98 Jahren hat Heinz Schlechtingen in der Vox-Show „Die Höhle der Löwen“ für einen Altersrekord gesorgt – und die Herzen der Investoren erobert. Gemeinsam mit seinem Enkel und zwei Mitgründern stellte er am Montagabend „Steets“ vor, eine Abstellhilfe für Gehstöcke und Krücken. Am Ende erhielt das Start-up ein Investment von Frank Thelen – wenn auch zu anderen Bedingungen als zunächst gefordert.

Die Idee für „Steets“ entstand im Familienalltag. „Als Opa Heinz’ Stock ständig umfiel und auch die Oma nach einer Hüftoperation mit diesem Problem kämpfte, entwickelten die Gründer eine Lösung“, erklärte Vox in einer Mitteilung vor der Sendung. Mit einem Handgriff lassen sich kleine Standfüße ausklappen, sodass Gehstöcke oder Krücken sicher abgestellt werden können – ohne dass sie umfallen oder gefährliche Verrenkungen nötig sind.

Den besonderen Nutzen für ältere Menschen demonstrierte Opa Heinz selbst in der Show, als er seinen Gehstock scheinbar unabsichtlich fallen ließ, um das Problem zu verdeutlichen.

Die Investoren zeigten sich beeindruckt von der Präsentation. „Es wurden schon ganz viele Lösungen in der Höhle der Löwen präsentiert, aber das ist eine der elegantesten Lösungen, die ich hier jemals gesehen habe“, sagte Investor Frank Thelen laut Vox. Schlechtingen selbst gewann zusätzlich Sympathien mit seinem Lebensmotto: „Man darf alles machen. Nur eins nicht: sterben!“

Doch die Gespräche über ein Investment gestalteten sich schwierig. Das Gründerteam forderte 300.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile. Nach längerer Diskussion stieg ein Investor nach dem anderen aus – einzig Thelen blieb interessiert. „Der Markt ist scheiße groß“, erklärte er und bot die geforderte Summe an, allerdings für 25 Prozent der Anteile. Zudem verlangte er Transparenz bei der Produktion, gleiche Rechte für Investoren und eine Prüfung der Patente.

Die Gründer zogen sich zu Beratungen zurück – und stimmten schließlich zu. Im Studio wurde der Deal verkündet. Wie das Portal „Gründerszene“ berichtete, sei die Vereinbarung allerdings nicht endgültig abgeschlossen. Beide Seiten befänden sich noch in Vertragsgesprächen.

Unabhängig davon ist das Produkt bereits erhältlich. Im Online-Shop des Unternehmens wird „Steets“ derzeit für 48,95 Euro angeboten.

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