Gesundheitsversorgung im Kreis Aurich  Neue Hausarztpraxis im Norder RGZ geplant

| | 09.09.2025 12:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
In den Räumen des ehemaligen Norder Krankenhauses soll im kommenden Jahr eine neue Hausarztpraxis entstehen. Foto: Romuald Banik
In den Räumen des ehemaligen Norder Krankenhauses soll im kommenden Jahr eine neue Hausarztpraxis entstehen. Foto: Romuald Banik
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Mehrere Ärzte wollen sich zu einer Gemeinschaftspraxis zusammenschließen. Einige Details stehen schon fest.

Norden - Norden soll eine neue Gemeinschaftspraxis zur hausärztlichen Versorgung in den Räumen der ehemaligen Klinik, dem heutigen Regionalen Gesundheitszentrum (RGZ) bekommen. Das bestätigte der Landkreis Aurich auf Anfrage dieser Redaktion.

Der Landkreis teilte mit: „Es werden derzeit Gespräche darüber geführt, ab dem Kalenderjahr 2026 eine hausärztliche Gemeinschaftspraxis mit drei Fachärzten am Standort Norden der UEK einzurichten. Die Räumlichkeiten befinden sich im Erdgeschoss der ehemaligen Kinderstation (Station 5) und sind aufgrund ihrer Ausstattung und Aufteilung für einen Praxisbetrieb mit sechs Behandlungszimmern für drei Ärzte ideal geeignet. Eine Abstimmung hierzu hat bereits mit der Trägergesellschaft und den Verantwortlichen für das Nachnutzungskonzept stattgefunden.“ In diesem Zusammenhang wies der Landkreis darauf hin, dass es sich bei der Praxis ausdrücklich nicht um eine Eröffnung oder Erweiterung eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) des Landkreises Aurich handele. Die Trägergesellschaft ließ eine Anfrage unbeantwortet.

Zulassungsausschuss soll im November entscheiden

Darüber hinaus hält sich der Landkreis noch sehr bedeckt. Denn noch fehlen die für die Eröffnung notwendigen drei Arztsitze der Kassenärztlichen Vereinigung. Der Zulassungsausschuss soll in seiner Sitzung am 5. November, über die Arztsitze befinden. Der Zulassungsausschuss ist ein gesetzlich verankertes Gremium, das über die Zulassung von Ärzten, Psychotherapeuten und medizinischen Versorgungszentren im deutschen Gesundheitssystem entscheidet.

Nach Informationen dieser Zeitung handelt es sich bei den Ärzten um Norder und ehemalige Norder, die wieder in ihre Heimatstadt zurückkehren wollen. Die Namen der Ärzte sind der Redaktion bekannt. Mit Rücksicht auf die Tatsache, dass noch nicht alle bisherigen Arbeitsverhältnisse gekündigt sind und noch nicht alle Verträge unterschrieben sind, sieht die Redaktion aber davon ab, diese schon jetzt zu veröffentlichen, um das Projekt nicht dadurch zu gefährden.

An Umgestaltung der Station wird bereits gearbeitet

Nach derzeitigen Informationen sollen die ersten Ärzte bereits im Januar 2026 in den Klinikräumen starten. Die letzten Ärzte sollen im Jahr 2027 folgen. Erst wenn der Zulassungsausschuss den drei Arztsitzen zugestimmt hat, kann die Praxis in der geplanten Größe und personellen Zusammenstellung eröffnet werden.

In der Klinik geht man offenbar davon aus, dass die Praxis eröffnet wird, denn die Umgestaltung der ehemaligen Klinikstation hat bereits begonnen. Ein großer Umbau sei dem Vernehmen nach aufgrund der Gegebenheiten nicht notwendig. Um aus der Station eine Praxis zu machen, muss aber trotzdem Hand angelegt werden.

Einige Norder Ärzte verärgert

Einer, der maßgeblich dazu beigetragen hat, dass die Ärzte sich in Norden niederlassen wollen, ist Bürgermeister Florian Eiben. Der möchte sich aber erst zu einem späteren Zeitpunkt ausführlich dazu äußern.

Zum Ärger von einigen niedergelassenen Ärzten in Norden. Denn auch andere Ärzte hatten nach eigenen Angaben versucht, in der Klinik Praxisräume zu bekommen, um ihr Angebot auszubauen. Vergeblich. Warum das so war, kann Eiben nicht sagen. Vielleicht sei jetzt der Druck größer, weil man jetzt schon über die Nachnutzung des Klinikgebäudes nachdenke. Durch den Weggang einiger Fachgebiete würden sich durch freiwerdende Räume zum jetzigen Zeitpunkt auch noch einmal andere Optionen ergeben als ein Jahr zuvor.

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