Abensberg  Volksfest Gillamoos: Söder grenzt sich klar von AfD und Linkspartei ab

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Von afp
| 08.09.2025 16:07 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
08.09.2025, Bayern, Abensberg: Andreas Bovenschulte (SPD), Bürgermeister von Bremen, spricht beim Politischen Frühschoppen auf dem Volksfest Gillamoos. Foto: Lukas Barth/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Foto: Lukas Barth
08.09.2025, Bayern, Abensberg: Andreas Bovenschulte (SPD), Bürgermeister von Bremen, spricht beim Politischen Frühschoppen auf dem Volksfest Gillamoos. Foto: Lukas Barth/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Foto: Lukas Barth
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CSU-Chef Markus Söder hat sich beim Volksfest Gillamoos sowohl von der AfD als auch von der Linkspartei abgegrenzt.

Mit Blick auf künftige Wahlen hat sich CSU-Chef Markus Söder klar sowohl von der AfD als auch von der Linkspartei abgegrenzt. Das Ziel der AfD sei „doch klar – zu spalten, zu schwächen und eine andere Form der Demokratie entwickeln“, sagte Söder am Montag beim Volksfest Gillamoos im bayerischen Abensberg.

Söder bekräftigte sein Nein zu einem AfD-Parteiverbot, „weil es einen Märtyrerstatus gibt, der falsch ist". Zugleich dürfe niemand "blind" sein. So gebe es Rechtsradikale in zentraler Position im Landtag, viele AfD-Politiker würden zudem vom Verfassungsschutz beobachtet.

„Lassen wir unser Land nicht auf den Leim gehen, lassen wir unser Land nicht kaputtgehen“, sagte Söder und fügte hinzu: „Nein zu einer Übernahme Deutschlands, Bayerns durch die AfD.“

Eine klare Absage erteilte Söder auch der Linken. „Ich will mit der Linkspartei nichts zu tun haben“, sagte der bayerische Ministerpräsident. Auch wenn mancher in der CDU hoffe, die Union möge sich zur Linkspartei öffnen, „für die CSU sage ich nein zur Zusammenarbeit mit Sozialisten, Kommunisten und Linksaußen“. „SPD reicht uns schon als Partner“, fügte Söder hinzu.

Der AfD-Bundesvorsitzende Tino Chrupalla sieht seine Partei hingegen auf dem Weg in die Regierungsverantwortung. Es werde eine AfD-Regierung geben, „wenn nicht nächstes Jahr schon in Sachsen-Anhalt, spätestens 2029 auf Bundesebene“, sagte Chrupalla in Abensberg. Die AfD werde das Land verändern – „wir werden es blau machen, auch in Bayern“.

In Sachsen-Anhalt wird im September 2026 ein neuer Landtag gewählt. Einer aktuellen Umfrage zufolge liegt die AfD dort derzeit mit Abstand vorn, noch vor der regierenden CDU. Auch in Thüringen wurde die AfD bei der Landtagswahl vor einem Jahr stärkste Kraft. Eine Regierungsbeteiligung scheiterte am Widerstand der anderen Parteien.

Der Frühschoppen beim Gillamoos-Volksfest im niederbayerischen Abensberg ist nach dem politischen Aschermittwoch die zweite große politische Veranstaltung im Jahr in Bayern, bei der Politiker in Bierzeltatmosphäre betont rustikal auf Stimmenfang gehen.

CSU und Grüne stichelten beim Gillamoos einmal mehr über die jeweiligen Essgewohnheiten. Grünen-Bundeschef Felix Banaszak nannte CSU-Chef Söder in Anspielung auf einen bekannten Filmtitel denjenigen, „der mit der Wurst tanzt“. Bayerns SPD-vorsitzende Ronja Endres sagte, Söder sei „ja nur nebenberuflich in der Politik, sein Hauptberuf ist Foodblogger“.

Söder, der in sozialen Medien unter dem Schlagwort #söderisst regelmäßig über seine Ernährungsgewohnheiten berichtet und Bilder seiner Mahlzeiten veröffentlicht, plädierte für „die Freiheit beim Essen“. „Wir sind frei, jeder kann essen was er will, aber Fleisch gehört dazu – Schluss mit dem Tofuterror“, sagte er mit Blick auf den seit einigen Monaten amtierenden Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU), einen gelernten Metzgermeister.

„Die Grünen greifen mich ständig an, dass ich ab und zu mich nicht nur von Körnern, Brokkoli und Blumenkohl ernähre“, kritisierte Söder. Er habe sich entschieden, „die Schwerpunkte meiner Ernährung anders zu setzen“.

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