Zwei Vorfälle in zwei Wochen  Hakenkreuze am Ems-Jade-Kanal in Aurich

Björn Klüver
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Von Björn Klüver
| 08.09.2025 12:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die erste Schmiererei am Ems-Jade-Kanal Wanderweg. Foto: privat
Die erste Schmiererei am Ems-Jade-Kanal Wanderweg. Foto: privat
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Immer wieder gibt es in Ostfriesland rechtsextreme Schmierereien. Jetzt sind am Ems-Jade-Kanal in Aurich binnen kürzester Zeit gleich zwei solcher Vorfälle entdeckt worden.

Aurich - Zwei Hakenkreuze und ein SS-Symbol auf der Parkbank, auf dem Weg davor noch ein Hakenkreuz und die Aufschrift „Russia Germany“ mit schwarzer Farbe gesprüht: Das entdeckten Anwohner am Mittwoch, 27. August 2025, am Ems-Jade-Kanal-Wanderweg ganz in der Nähe der Kirchdorfer Straße in Aurich. Wie meistens in solchen Fällen wurde Anzeige erstattet. Dies hat die Polizei auf Anfrage dieser Zeitung bestätigt. Weitere Einzelheiten nannte sie mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht.

Schmierereien von verfassungsfeindlichen Symbolen kommen in Ostfriesland immer wieder vor. Erst im Juli waren mehrere Hakenkreuze auf einem Spielplatz in Emden-Wolthusen aufgetaucht. Kaum hatte die Polizei Aurich im Fall vom 27. August die Ermittlungen aufgenommen, tauchten dann am vergangenen Freitag, 5. September 2025, erneut Schmierereien auf. Der zweite Vorfall ereignete sich nur wenige Hundert Meter entfernt von der ersten Tat. Dieses Mal wurde mit weißer Farbe ein Hakenkreuz und der Spruch „Sieg Heil“ auf eine Parkbank am Treidelweg direkt am Ems-Jade-Kanal gesprüht.

Die zweite Schmiererei befindet sich nur wenige Hundert Meter von der ersten entfernt. Foto: privat
Die zweite Schmiererei befindet sich nur wenige Hundert Meter von der ersten entfernt. Foto: privat

Eine neue Stufe erreicht

„Graffitis kommen regelmäßig vor“, sagt Cord Cordes, Pressesprecher der Stadt Aurich. Auch Sticker seien in den letzten Wochen mehr und mehr zu einem Problem geworden. Doch zwei Schmierereien und dann noch mit rechtsextremen Symbolen in einem solch kurzen Zeitabstand in direkter Nähe zueinander hätten allerdings Seltenheitscharakter. Ob die beiden Vorfälle in einem Zusammenhang stehen, lasse sich zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht sagen.

Die Stadt arbeite jedenfalls unter Hochdruck an der Entfernung der Schmierereien. Verfassungsfeindliche Symbole hätten eine erhöhte Priorität für das Team vom Betriebshof, so Cordes. Wem selbst das nicht schnell genug geht, der sollte allerdings unbedingt auf das eigenständige Übermalen oder Entfernen verzichten, sagt der Pressesprecher. Nur so könne sichergestellt werden, dass die Objekte nicht beschädigt und Beweise für die Ermittlungen der Polizei nicht zu früh vernichtet werden.

Von Erfolg gekrönt sind diese Ermittlungen jedoch nur selten. Die Täter agieren meist in der Nacht und so lassen sich kaum Anhaltspunkte oder Zeugen finden.

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