Osnabrück  Regionalliga-Aufstiegsreform: VfL Osnabrück schließt sich Initiative an

Malte Artmeier
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Von Malte Artmeier
| 05.09.2025 12:21 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Aus dem Osten in die Republik: Der VfL Osnabrück hat sich der Initiative zur Regionalliga-Aufstiegsreform angeschlossen. Foto: imago/Beautiful Sports
Aus dem Osten in die Republik: Der VfL Osnabrück hat sich der Initiative zur Regionalliga-Aufstiegsreform angeschlossen. Foto: imago/Beautiful Sports
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Inzwischen 45 Vereine aus den ersten fünf Ligen im deutschen Fußball sprechen sich für eine Reform der Regionalligen aus. Neu dabei ist nun auch der VfL Osnabrück. Was steckt dahinter?

„Meister müssen aufsteigen.“ Dieser simple, wie logische Grundsatz des Fußballsports ist in den deutschen Regionalligen außer Kraft gesetzt. Weil es fünf 4. Ligen, aber nur vier Aufsteiger in die 3. Liga gibt, ist ein Ungleichgewicht entstanden, ein Flaschenhals, der den Aufstieg vor allem in den Regionalligen Nordost, Nord und Bayern erschwert, weil im rotierenden System eine Relegation gespielt wird. Dagegen setzen sich inzwischen 45 Clubs aus den ersten fünf deutschen Ligen zur Wehr - seit neuestem auch der VfL Osnabrück, der zuvor gezögert hatte, sich entsprechend zu positionieren.

Gemeinsam mit dem TSV 1860 München und dem BFC Preußen hat sich der Verein nun der Initiative Aufstiegsreform 2025 angeschlossen. „Wir sehen uns als Teil einer gesamtdeutschen Bewegung, die nicht nur Eigeninteressen verfolgt, sondern für den gesamten Fußball Verantwortung übernimmt. Die Reform des Ligasystems ist gemeinsame Aufgabe von Vereins- und Verbandsvertretern und muss Kriterien basiert im Sinne des Sports erfolgen“, werden Präsident Holger Elixmann und Geschäftsführer Michael Welling in der Pressemitteilung zitiert.

Die Initiative, die im Fußball-Osten unter Federführung des Chemnitzer FC entstand, hat klare Vorstellungen. Sie kämpfe „nicht nur für ein gerechtes Aufstiegsrecht, sondern auch für eine neue Wahrnehmung der Regionalliga: Als starke 4. Liga, die sichtbar und verbindlich die Brücke zwischen Amateur- und Profifußball bildet – attraktiv, professionell organisiert und mit sportlicher Strahlkraft. Ein neuer Name, ein klarer Status und eine faire Aufstiegsregelung – das sind die Eckpfeiler für die Weiterentwicklung der 4. Liga hin zu einer eigenständigen Marke im deutschen Fußball.“

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) sperrte sich in den letzten Jahren trotz der Kritik gegen eine Reform. Inzwischen scheint sich der Wind aber leicht zu drehen. Eine Arbeitsgruppe, die sich mit den Ideen und Vorschlägen der Initiative beschäftigt, soll gegründet werden. Das Ziel der beteiligten Clubs ist eine Reform, die ab der Saison 2027/28 umgesetzt werden kann.

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