London  Trainer Glasner drohte mit Rücktritt: Diese Transfers platzten kurz vor Schluss

Alexander Barklage
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Von Alexander Barklage
| 02.09.2025 17:15 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Gewannen zusammen gegen Liverpool den englischen Supercup: Crystal-Palace-Trainer Oliver Glasner und sein Kapitän Marc Guéhi. Foto: IMAGO/News Licensing
Gewannen zusammen gegen Liverpool den englischen Supercup: Crystal-Palace-Trainer Oliver Glasner und sein Kapitän Marc Guéhi. Foto: IMAGO/News Licensing
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Am 1. September schloss in den meisten europäischen Fußballligen das Sommer-Transferfenster. Der FC Liverpool investierte fast eine halbe Milliarde Euro für neue Spieler. Ein Transfer platzte aber kurz vor dem Ende.

Der nicht zustande gekommene Transfer des damaligen HSV-Spielers Eric Maxim Choupo-Moting zum 1. FC Köln aus dem Jahr 2011 gilt im deutschen Fußball weiterhin als „Mutter“ aller geplatzten Transfers. Ein kaputtes Faxgerät verhinderte den Wechsel des kamerunischen Nationalspielers um 13 Minuten. Die erforderlichen Unterlagen trafen um 18.13 Uhr bei der DFL in Frankfurt an.

Auch in diesem Transferfenster gab es ein paar Last-Minute-Transfers, die am Ende doch noch platzten. Besonders im Fokus stand in England der FC Liverpool. Der amtierende Meister gab am Montagabend den neuen Rekord-Transfer der Premier-League-Geschichte bekannt. Doch neben dem Wechsel von Alexander Isak von Newcastle zu den „Reds“ wollte Liverpool auch noch Innenverteidiger Marc Guéhi von Crystal Palace verpflichten.

Der Deal scheiterte, obwohl der Spieler den Medizincheck schon bestanden hatte und sich beide Vereine auf eine Ablösesumme von rund 40 Millionen Euro verständigt hatten. Denn Crystal-Palace-Trainer Oliver Glasner blockierte den Transfer, da kein Ersatz verpflichtet wurde, und drohte laut Medienberichten sogar mit Rücktritt, falls Guéhi verkauft wird. Liverpool reichte die Unterlagen zwar fristgerecht ein, doch Palace verweigerte am Ende den Wechsel.

In der Bundesliga wollte der VfB Stuttgart nach dem Verkauf von Nick Woltemade noch kräftig investieren und verpflichtete daher Bouanani (OGC Nizza) und El Khannouss (Leicester City) als Verstärkung. Der Wechsel von Stürmer Hyeon-gyu Oh (KRC Genk) scheiterte jedoch am Deadline Day, da er den Medizincheck nicht bestand und Auffälligkeiten festgestellt wurden. Der VfB verhandelte zwar nach, doch Genk lehnte ab – der Transfer für rund 20 Millionen Euro plus Boni und einem Vertrag bis 2030 platzte daher auf den letzten Metern.

Eintracht Frankfurt war in den letzten Jahren für kurzfristige Stürmer-Transfers am Deadline Day bekannt: Im Winter 2024 kam Hugo Ekitiké per Leihe von PSG, im Sommer zuvor blieb Omar Marmoush trotz Wechselgerüchten und im letzten Winter wechselte Michy Batshuayi aus der Türkei zu Frankfurt. Diesen Sommer bemühte sich die Eintracht um William Osula von Newcastle, doch Newcastle stoppte den Transfer und auch ein Wechsel zu Aston Villa platzte – laut „Bild“ wegen UEFA-Regularien.

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