Bauprojekt in Marienhafe  Neue Brücke am Hingstlandsweg entsteht

| | 25.08.2025 18:58 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die alte Brücke über die Abelitz am Hingstlandsweg in Marienhafe wurde entfernt. Sie wird durch eine neue ersetzt. Foto: Thomas Dirks
Die alte Brücke über die Abelitz am Hingstlandsweg in Marienhafe wurde entfernt. Sie wird durch eine neue ersetzt. Foto: Thomas Dirks
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Die Samtgemeinde Brookmerland investiert rund 250.000 Euro in die neue Brücke über die Abelitz. So ist der Stand.

Marienhafe - Mit großem Aufwand lässt die Samtgemeinde Brookmerland derzeit die Brücke über die Abelitz am Hingstlandsweg in Marienhafe erneuern. Rund eine Viertelmillion Euro soll das nach früheren Verwaltungsangaben kosten. Mitarbeiter des Norder Unternehmens Tell Bau, das in absehbarer Zeit seinen Firmensitz ins Brookmerland verlegen wird (wir berichteten), haben mit den Arbeiten begonnen.

Der Hingstlandsweg gilt als ein durchaus bedeutender Verkehrsweg. Er ist Zufahrt zu einigen Wohnhäusern, viel wichtiger aber: Über ihn gelangt man zum zentralen Klärwerk der Samtgemeinde und zahlreichen, im Marienhafer Westen gelegene Ländereien.

Die Hingstlandsweg-Brücke führt über die Abelitz. Ihr genaues Alter sei unbekannt, teilte die Verwaltung im November vergangenen Jahres auf Anfrage mit. Brücken gleichen Typs wurden ab Mitte der 1950er Jahre vom I. Entwässerungsverband Emden im Rahmen der Flurbereinigung errichtet. Daher werde von einem Alter von etwa 70 Jahren ausgegangen.

Für Pferdefuhrwerke und Treckergespanne gebaut

Im September 2024 hatte der nicht öffentlich tagende Samtgemeindeausschuss die Planungsleistungen vergeben. Der Wert des Auftrags wurde mit 22.500 Euro angegeben.

Die Brücke am Hingstlandsweg in Marienhafe sei nicht marode, hieß es seinerzeit. Vielmehr entspreche sie nicht mehr den heutigen Vorschriften und Anforderungen. Dies beginne bei der Höhe und Beschaffenheit des Geländers (kein Füllstabgeländer) und ende bei der heute nicht mehr zeitgemäßen Gewichtslast.

Die Brücke sei seinerzeit für Pferdefuhrwerke und Treckergespanne gebaut und ausgelegt worden. Heute muss sie landwirtschaftlichen Schwerverkehr tragen können.

Etwa 70 Jahre alt war die alte Brückenkonstruktion. Foto: Thomas Dirks
Etwa 70 Jahre alt war die alte Brückenkonstruktion. Foto: Thomas Dirks

Um die Verkehrssicherheit bis zum Neubau zu gewährleisten, war bereits eine Flügelwand der Brücke durch Stahlprofile gesichert. Im Doppelhaushalt der Samtgemeinde Brookmerland für die Jahre 2024/25 sind 250.000 Euro für die Brückenerneuerung eingeplant.

Umfangreich ist der Leistungskatalog in der Ausschreibung. Zwischen dem ersten Aufstellen des Bauzauns bis zum abschließenden Herstellen der Rasenböschung ist in acht Wochen einiges zu tun. Dazu zählt nicht nur eine sechswöchige geschlossene Wasserhaltung mit Pumpenbetrieb, sondern auch die Flutung und das Leerpumpen der Baugrube. Außerdem das Abräumen von 100 Quadratmetern Fläche, das Abtragen von 20 Quadratmetern Oberboden, das Trennen und Aufbrechen von 40 Quadratmetern Asphaltbefestigung sowie das Aufnehmen und Entsorgen von 60 Quadratmetern Verbundsteinpflaster.

Pflanzen und Tierewerden umgesetzt

Geländer, Wiederlager, Flügelwände und Fundamente sind inzwischen abgebrochen und müssen nun entsorgt werden. Aufzunehmen und zu entsorgen sind auch 30 Tonnen der als gesundheitsschädlich geltenden sogenannten Siemens-Martin-Schlacke.

Und auch das gehört zur Brückenerneuerung: Laut Ausschreibungstext musste eine 20 Meter lange Querungshilfe aus Lärchenholz für Amphibien hergestellt und seltene und geschützte Pflanzen und Tiere umgesetzt werden. Mit ihnen siedelt ein Teil ihres Habitats um. 15 Kubikmeter „biologischer Lebensraum“ sind zu entnehmen, zu lagern und wiederaufzubauen, heißt es im Leistungskatalog.

Die neue Betonbrücke am Hingstlandsweg soll nach Informationen dieser Redaktion Anfang September geliefert und eingebaut werden. Sie besteht aus drei Segmenten, von denen das mittlere am schwersten ist und etwa 30 Tonnen wiegen soll. Auf einem Tieflader werden die Brückenteile angeliefert und per Kran auf eine eigens dafür gegossene Bodenplatte gehievt.

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