Kiew  Bundeswehr zur Friedenssicherung? Selenskyj fordert verbündete Soldaten in der Ukraine

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Von afp
| 24.08.2025 16:35 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Ukraine fordert verlässliche Sicherheitsgarantien gegenüber Russland. Dazu sei auch die Präsenz ausländischer Truppen – etwa der deutschen Bundeswehr – nötig. Foto: dpa / Uwe Meinhold
Die Ukraine fordert verlässliche Sicherheitsgarantien gegenüber Russland. Dazu sei auch die Präsenz ausländischer Truppen – etwa der deutschen Bundeswehr – nötig. Foto: dpa / Uwe Meinhold
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Verbündete Soldaten in der Ukraine: Das fordert der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Ein möglicher Waffenstillstand könne so gesichert werden – ist Putin dazu bereit?

Am Jahrestag der ukrainischen Unabhängigkeit hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Präsenz ausländischer Truppen zur Sicherheit der Ukraine nach einem Ende des Krieges mit Russland gefordert. Die Frage dieser Präsenz „ist wichtig für uns“, sagte Selenskyj am Sonntag im Beisein des kanadischen Premierministers Mark Carney, der die Ukraine anlässlich des Unabhängigkeitstags besuchte. Auch der US-Sondergesandte für die Ukraine, Keith Kellogg, war in Kiew.

Russland lehnt die Stationierung europäischer Truppen in der Ukraine strikt ab. Carney sagte in Kiew aber, es sei nicht Russland, das darüber entscheide, „wie die Souveränität, Unabhängigkeit und Freiheit der Ukraine in Zukunft garantiert“ werde. „Das ist die Wahl der Ukraine und die Entscheidungen ihrer Partner“, sagte er bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Selenskyj. Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte jegliche Sicherheitsgarantien ohne die Beteiligung Russlands kürzlich ausgeschlossen.

Carney hob hervor, dass Russland seine Aggression „nicht stoppen wird“, wenn es keine Antwort der Verbündeten darauf gebe. Er betonte dabei die Wichtigkeit der Hilfen der Nato-Partner für die Ukraine hervor. Zugleich rief er erneut zu einer Waffenruhe auf. US-Präsident Donald Trump hatte Mitte August einen Schwenk vollzogen: Er forderte nicht mehr zuerst eine Waffenruhe, um dann zu einem Friedensabkommen zu kommen, sondern sprach sich dafür aus, direkt Friedensverhandlungen zu führen.

US-Vizepräsident JD Vance versicherte am Sonntag, Russland habe Trump gegenüber seit dem Gipfel mit Kremlchef Wladimir Putin am 15. August in Alaska „bedeutende Zugeständnisse“ mit Blick auf ein Friedensabkommen gemacht. Dem Sender NBC sagte Vance: „Ich denke, die Russen haben gegenüber Präsident Trump bedeutende Zugeständnisse erstmals in dreieinhalb Jahren dieses Konflikts gemacht.“ Er fügte hinzu: „Sie sind bereit, bei einigen ihrer zentralen Forderungen flexibel zu sein.“

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