Einsatz in Rumänien  Wittmunder Eurofighter finden Drohne über Schwarzem Meer

Imke Oltmanns
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Von Imke Oltmanns
| 25.08.2025 11:52 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Ein Eurofighter startet vom Flugplatz Wittmundhafen. Foto: Imke Oltmanns/Archiv
Ein Eurofighter startet vom Flugplatz Wittmundhafen. Foto: Imke Oltmanns/Archiv
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Das Luftwaffengeschwader 71 „Richthofen“ aus Wittmund hat fünf Eurofighter in Rumänien stationiert. Die Kampfjets sollen dort die Südostflanke der Nato schützen. Jetzt gab es einen ersten Alarm.

Wittmund/Rumänien - Die Eurofighter des Wittmunder Richthofen-Geschwaders sind in der Nacht zu Mittwoch, 20. August, zu einem scharfen Alarm von Rumänien aus über das Schwarze Meer aufgestiegen. Doch anders als bei früheren Einsätzen der sogenannten Alarmrotte ging es diesmal nicht um ein russisches Aufklärungsflugzeug – sondern um eine Drohne. „In der letzten Nacht wurde unsere QRA erstmals aufgrund von aufgeklärten Drohnen im rumänisch-ukrainischen Grenzgebiet alarmiert“, teilte die Luftwaffe am Mittwoch über ihren WhatsApp-Kanal mit.

QRA ist die Abkürzung für die englische Bezeichnung „Quick Reaction Alert“, im deutschen übersetzt mit dem Begriff Alarmrotte. Dabei handelt es sich um bewaffnete Kampfjets, die bei drohender Verletzung des Luftraums innerhalb weniger Minuten aufsteigen können. Das Wittmunder Richthofen-Geschwader stellt eine von insgesamt zwei dieser Alarmrotten in Deutschland. Aktuell sind fünf Eurofighter des Geschwaders auf einem Luftwaffenstützpunkt nahe der rumänischen Hafenstadt Konstanza stationiert. Sie sind dort Teil einer Mission zum Sichern des südöstlichen Luftraums der Nato.

Drohne „aufgeklärt“

Man sei am Schwarzen Meer mit einer neuen Bedrohung von Drohnen konfrontiert, ist in dem WhatsApp-Beitrag außerdem zu lesen. Darauf sei man auch vorbereitet. Viel mehr teilte die Luftwaffe über diesen Einsatz nicht mit. Auf Nachfrage bei Thomas Letz, Presseoffizier des Richthofen-Geschwaders in Wittmund, heißt es, die Kampfjets seien aufgestiegen, und hätten die Drohne „aufgeklärt“. Also erstmal festgestellt, was es für eine war. Sie sei im internationalen Luftraum über dem Schwarzen Meer unterwegs gewesen.

„Unsere Piloten schulen fast täglich das Annähern an ein Flugzeug in der Luft“, so Letz. Drohnen seien manchmal nicht viel kleiner als Flugzeuge. Der neue Einsatzort sei nahe an der Ukraine, „da sind ständig Drohnen unterwegs“. Zuletzt war die Alarmrotte des Richthofen-Geschwaders immer mal wieder zu einem scharfen Alarm über der Ostsee aufgestiegen. Dabei ging es in der Regel um russische Aufklärungsflugzeuge, die im internationalen Luftraum über der Ostsee flogen und quasi von den Eurofightern entlang der Grenze zum deutschen Luftraum begleitet wurden.

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