Timmendorfer Strand  Timmendorfer Strand: Seebrücke kostete 12 Millionen Euro – und enttäuscht Ostsee-Gäste

Hans-Jörg Meckes
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Von Hans-Jörg Meckes
| 22.08.2025 12:26 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Waltraud und Wolfgang Knapp aus Köln finden die Maritim-Seebrücke in Timmendorfer Strand zwar solide, aber vom Aussehen her eher nichtssagend. Foto: Hans-Jörg Meckes
Waltraud und Wolfgang Knapp aus Köln finden die Maritim-Seebrücke in Timmendorfer Strand zwar solide, aber vom Aussehen her eher nichtssagend. Foto: Hans-Jörg Meckes
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Die neue und teure Seebrücke in Timmendorfer Strand bietet einen einzigartigen Rundgang über die Ostsee. Umso erstaunlicher: Zahlreiche Gäste sind davon enttäuscht und sparen nicht mit Kritik – aus ganz unterschiedlichen Gründen.

Eines ist die neue Maritim-Seebrücke in Timmendorfer Strand an der Lübecker Bucht ohne Zweifel: einzigartig. Nirgendwo sonst gibt es in Schleswig-Holstein einen Flaniersteg über der Ostsee, der einen kompletten Rundgang erlaubt.

Und das hat seinen Preis: Knapp 12 Millionen Euro soll die neue Seebrücke in Timmendorfer Strand gekostet haben, die vor knapp einem Jahr eröffnet wurde. Doch wie kommt die neue Seebrücke in Timmendorfer Strand bei den Ostsee-Gästen an? Wir haben uns umgehört – und überraschende Rückmeldungen erhalten.

Waltraud und Wolfgang Knapp kommen aus Köln und besitzen in Scharbeutz eine Zweitwohnung. Von ihrem Rundgang auf der neuen Seebrücke in Timmendorfer Strand sind die beiden nicht besonders angetan. „Diese Seebrücke hier ist zwar ganz ordentlich, aber vom Aussehen her eher nichtssagend“, meint Waltraud Knapp.

Die anderen Seebrücken an der Ostsee finde sie schöner, besonders die in Haffkrug. Ihr Mann Wolfgang lobt besonders die Sitzbänke in Haffkrug, die besser seien als in Timmendorfer Strand. Wenn er die drei Seebrücken in Haffkrug, Scharbeutz und Timmendorfer Strand sehe, gefalle ihm die in Timmendorfer Strand am wenigsten.

Auch Maren aus Pansdorf gönnt sich mit ihrer Kollegin eine kleine Auszeit auf der Seebrücke in Timmendorfer Strand. Sie hat eine klare Meinung dazu: „Definitiv zu teuer.“ Sie finde den Bau der Seebrücke Timmendorfer Strand für 11,8 Millionen Euro übertrieben, „denn wir haben marode Schulen und Sporthallen, und dann gibt man so viel Geld für eine Brücke aus“.

Sie könne auf der Sitzbank über der Ostsee zwar gut sitzen, aber die Seebrücke in Timmendorfer Strand sei keine mit vielen Besonderheiten. „Wir haben jetzt eine in Haffkrug, Niendorf und Scharbeutz. Ich finde, es hätte nicht so viel sein müssen.“ Kollegin Manuela findet, man hätte lieber erst mal die Fußwege sanieren können.

Brigitta aus Hamburg hat sich ebenfalls auf der geschwungenen Bank auf der Seebrücke in Timmendorfer Strand niedergelassen. „Mir gefällt, dass man aufs Meer raus kann, das finde ich ganz interessant.“ Weniger begeistert ist sie von der Sitzbank. „Die Bänke finde ich etwas unbequem, ich würde es besser finden, wenn man etwas höher sitzen kann. Auch die Rückenlehne könnte ein bisschen höher sein.“ Gut findet sie, dass die Seebrücke in Timmendorfer Strand einen Rundgang über der Ostsee bietet.

Maggie und Peter aus Paderborn haben im Prinzip nur Lob für die Seebrücke in Timmendorfer Strand übrig. „Mir gefällt, dass das Holz organisch ist. Es sieht toll aus, wenn es beleuchtet ist.“ Außerdem mag sie die Form der Seebrücke an der Ostsee und dass sie so weit aufs Meer hinausgehen kann.

Sie habe an den Sitzgelegenheiten der Brücke in Timmendorfer Strand nichts auszusetzen. „Wenn man älter ist, ist es vielleicht etwas schwierig, aber für Kleinere oder Kinder ist es optimal“, so Maggie. Alle Seebrücken seien anders gestaltet, aber alle seien schön, befindet Peter.

Karin, die gerade vom Rundgang über der Ostsee zurückkommt, ist begeistert von der neuen Seebrücke in Timmendorfer Strand. „Für die Leute ist es schon ein Highlight. Man kann sie begehen, man kann sitzen, ich denke, das hat der Konstrukteur ganz gut gemacht.“

Auch Hanna, die in Timmendorfer Strand derzeit ihren Urlaub an der Ostsee verbringt, findet die Seebrücke zwar im Grunde gelungen. „Aber mir fehlt da das Besondere, etwa ein Häuschen oder ein Kinderspielplatz, wie auf der Seebrücke in Niendorf.“ Ihr Fazit: „Für die Baukosten hätte ich mehr erwartet.“

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