Stopp der Produktion Warum 350 Arbeiter von VW Emden ihren Urlaub verschieben mussten
Tausende Kollegen von VW Emden stehen seit Mittwoch vergangener Woche wieder an der Linie. Zuvor musste noch einiges umgebaut werden. Sicherheitsleute und Brandschützer waren im Sondereinsatz.
Emden - Bei VW Emden sind in der zurückliegenden produktionslosen Zeit vielfältige Umbauarbeiten absolviert worden. 350 VW-Kollegen mussten ran – während die anderen 8000 VW-Werker die lange Urlaubszeit genießen durften.
In den mehr als vier Wochen wurden insgesamt 200 Umbau- und Instandhaltungsmaßnahmen umgesetzt, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Auch die Werks-IT habe größere Projekte realisiert – darunter der Austausch von Servern und Netzwerkkomponenten sowie diverse Systemupdates.
Einsatzübungen auf dem VW-Gelände
Laut VW Emden nutzten auch die Werkssicherheit und der Brandschutz die Zeit und führten mehrere Einsatzübungen durch, um für mögliche reale Szenarien vorbereitet zu sein. Und in der Logistik und Fahrzeugsteuerung seien unter anderem Instandsetzungsmaßnahmen am Regalbediengerät (RBG) im Batteriesequenzer durchgeführt worden.
Zudem hätten die Kollegen die neu modifizierten Trailer für die Batteriebelieferung getestet. In der Werktechnik sind zahlreiche Maßnahmen – Reparatur- und Instandsetzungsmaßnahmen der Versorgungstechnik, Asphaltier- und Markierungsarbeiten – umgesetzt worden.
Dickes Dankeschön von den Chefs
„Auch in diesem Jahr wurden zahlreiche wichtige Maßnahmen an unserem Standort erfolgreich umgesetzt“, wird Emdens Werksleiter Enno Fehse in einer Mitteilung von VW zitiert. „Besonders hervorheben möchte ich die Vielzahl an Baustellen – von kleineren Optimierungen bis hin zu umfangreichen Umbaumaßnahmen.“ Dazu zählten unter anderem die Vorbereitung der Anlagentechnik für die ID. 4-Produktaufwertung sowie die Erneuerung des Frontend-Manipulators in der Montagehalle 20.
Ein dickes Dankeschön kam auch vom Betriebsrat. „Im Namen des Betriebsrates einen großen Dank an alle, die während des Urlaubskorridors im Werk gearbeitet haben und sich für den reibungslosen Start nach dem Werksurlaub eingesetzt haben“, so Betriebsratschef Manfred Wulff. „Während sich die meisten im wohlverdienten Werksurlaub erholten, haben viele Kolleginnen und Kollegen hier im Werk Emden die Umbaumaßnahmen in den Bereichen erfolgreich begleitet und auch die Grundversorgung und Sicherheit gewährleistet.“