Bürgermeisterwahl auf Wangerooge  Stichwahl entscheidet über neues Gesicht an der Verwaltungsspitze

Melanie Hanz
|
Von Melanie Hanz
| 17.08.2025 19:58 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Rieka Beewen (links), Allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters, und Wahlleiterin Melanie Scatturin leeren die Stimmzettel aus der Wahlurne auf den Tisch zur Auszählung. Foto: Hanz
Rieka Beewen (links), Allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters, und Wahlleiterin Melanie Scatturin leeren die Stimmzettel aus der Wahlurne auf den Tisch zur Auszählung. Foto: Hanz
Artikel teilen:

Sechs Kandidaten stellten sich auf Wangerooge zur Bürgermeisterwahl. Zwei von ihnen, Tina Mißmahl und Sven Janisch, gehen am 31. August in die Stichwahl.

Wangerooge - Wangerooge hat gewählt und wird in 14 Tagen noch einmal zur Wahlurne schreiten. Denn in der ersten Runde hat keiner der sechs Kandidatinnen und Kandidaten die erforderliche Anzahl von Stimmen auf sich vereinen können. In der Stichwahl am 31. August müssen sich die Wangerooger und Wangeroogerinnen zwischen Tina Mißmahl und Sven Janisch entscheiden.

Zwei müssen in die Stichwahl

Tina Mißmahl mit ihrer Familie: sie geht zuversichtlich in die Stichwahl. Foto: Hanz
Tina Mißmahl mit ihrer Familie: sie geht zuversichtlich in die Stichwahl. Foto: Hanz

Tina Mißmahl, 53, parteilos, ist Verwaltungswissenschaftlerin und Verwaltungsfachangestellte, arbeitete acht Jahre in der Gemeinde- und Kurverwaltung Wangerooge, unter anderem im Bauamt, seit sieben Jahren ist sie im höheren Verwaltungsdienst bei der Senatorin für Kinder und Bildung in Bremen als Referentin in der Stabsstelle Schulausbauplanung angestellt. Sven Janisch, 51, parteilos, aus dem Schaumburger Land (Lauenau), war als Kandidat der drei Parteien CDU, SPD und Grüne ins Rennen gegangen. Er arbeitet seit 35 Jahren in der Kommunalverwaltung, aktuell als Kämmerer der Stadt Sarstedt.

Sven Janisch (2. Von links) mit Unterstützern. Foto: privat
Sven Janisch (2. Von links) mit Unterstützern. Foto: privat

Fünf Bewerber, eine Bewerberin

Den ganzen Tag lang herrschte reges Kommen und Gehen in der Gemeinde- und Kurverwaltung. 1113 Wangerooger Bürgerinnen und Bürger waren am Sonntag, 17. August aufgerufen, einen neuen Bürgermeister zu wählen und zu entscheiden, wer in den kommenden acht Jahren die Geschicke ihrer Gemeinde leiten wird. Zur Wahl standen sechs Bewerberinnen und Bewerber: Peter Bünting (parteilos), Thomas Commichau (FDP), Sven Janisch (gemeinsamer Kandidat von CDU, SPD und Grünen), Stefan Kruse (parteilos), Tina Mißmahl (parteilos) und Werner Götz (parteilos).

Wahlbeteiligung von knapp 70 Prozent

Als Pun kt 18 Uhr die Auszählung begann, verfolgten das mehrere Bürger als selbst ernannte Wahlbeobachter genau und führten ihre eigene Strichliste. Um 18.48 Uhr dann stellte sich heraus, dass die Summen nicht stimmten - die Zählung wurde nochmals vorgenommen. Und tatsächlich musste dann noch ein drittes Mahl gezählt werden. Um 19.03 Uhr stand dann das Ergebnis fest.

Die „Wahlbeobachter“ führten bei der Auszählung eigene Strichlisten. Mit dabei Bürgermeisterkandidat Thomas Commichau (3. Von links). Foto: Hanz
Die „Wahlbeobachter“ führten bei der Auszählung eigene Strichlisten. Mit dabei Bürgermeisterkandidat Thomas Commichau (3. Von links). Foto: Hanz

1298 Einwohner hat die Insel, 1113 von ihnen sind wahlberechtigt. 772 gingen tatsächlich wählen, das entspricht einer Wahlbeteiligung von knapp 70 Prozent. Die Bürgermeister-Wahl gewinnt, wer mehr als 50 Prozent der gültigen Stimmen erhält. Da das keinem der sechs Bewerber gelungen ist, folgt eine Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen. Sie findet am Sonntag, 31. August, statt. Der neue Bürgermeister oder die neue Bürgermeisterin tritt dann am 15. September ihr Amt an.

Ähnliche Artikel