Auricher Tradition  „Volles Haus“ beim Stadtfest-Flohmarkt

Helmut Vortanz
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Von Helmut Vortanz
| 16.08.2025 17:06 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Stände reihten sich dicht an dicht auf dem Georgswall. Foto: Helmut Vortanz
Die Stände reihten sich dicht an dicht auf dem Georgswall. Foto: Helmut Vortanz
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Wer zum Auricher Stadtfest-Flohmarkt will, muss ein bisschen Gedränge mögen. Am Sonnabend trafen sich Schnäppchenjäger auf dem Georgswall. So liefen die Geschäfte.

Aurich - Mehr als 200 private Händler hatten am Sonnabend ihre Verkaufstische beim Stadtfest Flohmarkt am Georgswall aufgebaut. So viel Betrieb hatte es rückblickend schon seit einigen Jahren nicht mehr gegeben. Die Besucher dankten es und kamen bereits am frühen Morgen in Scharen. Sie nutzten das ideale Wetter, um nach Herzenslust zu stöbern und mehr oder weniger nützliche Dinge nach zähen Verhandlungen zu kaufen.

Haushaltswaren waren typische Angebote. Foto: Helmut Vortanz
Haushaltswaren waren typische Angebote. Foto: Helmut Vortanz

Die Vorgaben für den Stadtfest-Flohmarkt waren klar: Nur Gebrauchtes darf von privaten Haushalten verkauft werden. Als Verkaufsstände waren nur Tische erlaubt. Professionelle Händler wurden von Organisator und Flohmarktprofi Kurt Graf mit ihren Anhängern nicht auf den Platz gelassen. „Bereits am Freitag um 15 Uhr waren wir hier am Georgswall und haben den ersten Anbietern ihre Plätze zugewiesen“, so Graf auf Nachfrage. Insbesondere die Plätze an der Straße waren wie immer heiß begehrt. Und schon am Freitagabend standen dort die noch leeren Verkaufstische.

Marlis Klingenberg (links) aus Egels und Heike Agena aus Aurich freuten sich über die gute Organisation. Foto: Helmut Vortanz
Marlis Klingenberg (links) aus Egels und Heike Agena aus Aurich freuten sich über die gute Organisation. Foto: Helmut Vortanz

Ab Sonnabendmorgen 4 Uhr rollten dann kontinuierlich die Fahrzeuge an. „Bis dahin haben wir uns die Zeit mit Kartenspielen vertrieben“, warf die Frau von Graf ein. An eine Stunde Schlaf war für den Profi erst zu denken, als alle 212 Händler ihre Ware ausgepackt hatten und alles reibungslos lief.

Verkäufer loben gute Organisation

Das wurde auch von Heike Agena und Kerstin Hinrichs aus Aurich lobend erwähnt. „Wir waren so gegen 5.30 Uhr am gesicherten Einlass, haben problemlos unseren Platz zugewiesen bekommen und konnten unser Fahrzeug entladen. Einfach toll organisiert“, so die Auricherinnen. Auch für sie war das ausschlaggebende Argument die Teilnahme ohne Standgebühr. Beide genossen die gute Stimmung bei Verkäufern und Besuchern und waren mit dem Verkaufserlös, der einem privaten Flohmarkt gerecht wurde, im Großen und Ganzen zufrieden. Der Standort Georgswall sei zwar gut, aber trotzdem nicht ganz mit der Atmosphäre am Hohen Wall zu vergleichen.

Nele Höfling und Markus Roskam aus Großefehn kauften das Puppenbett als Schmuckstück für einen Klassenraum. Foto: Helmut Vortanz
Nele Höfling und Markus Roskam aus Großefehn kauften das Puppenbett als Schmuckstück für einen Klassenraum. Foto: Helmut Vortanz

Weniger glücklich mit den ersten Stunden am Georgswall war Nicole aus Norden, die zum ersten Mal beim Stadtfest-Flohmarkt ihre teils selbst hergestellten Waren angeboten hat. Sie bemängelte die fehlende Kaufbereitschaft der potenziellen Kundschaft und das Preisbewusstsein.

Abgesehen davon war die Stimmung auf dem Platz aber ausgezeichnet und das Angebot breit gestreut. Haushaltsgegenstände, analoge Technik und Elektronik, Schmuck, Kleidung und Kinderspielzeug wollten an den Mann oder die Frau gebracht werden.

Schauen und Handeln war das Gebot der Stunde. Foto: Helmut Vortanz
Schauen und Handeln war das Gebot der Stunde. Foto: Helmut Vortanz

Für bewundernde Blicke sorgte auf dem Marktplatz Nele Höfling, eine junge Lehrkraft einer Auricher Förderschule, die ein wunderschönes Puppenbett erstanden hatte. „Das habe ich zur Dekoration unseres Klassenzimmers für die Erstklässler gekauft. Viele meiner Kolleginnen und Kollegen haben, wie ich, Spaß daran immer mal wieder ein paar hübsche Kleinigkeiten in die Klassenräume zu stellen“, erzählte die Großefehntjerin im Gespräch mit dieser Zeitung.

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