Prozessauftakt in Aurich Opfer nach Prügelattacke schwerbehindert
Vor dem Auricher Landgericht beginnt das Verfahren gegen einen 35-jährigen Norder. Ihm wird schwere Körperverletzung vorgeworfen.
Aurich - Um eine brutale Attacke, die sich im Sommer 2022 in Norden ereignet hat, geht es im Verfahren, das am Montag, 18. August 2025, vor der 3. Großen Strafkammer des Auricher Landgerichtes beginnt. Verhandelt wird gegen einen 35-jährigen Norder. Ihm wird schwere Körperverletzung vorgeworfen. Sein Opfer ist heute schwerbehindert.
Not-Operation nach brutalem Übergriff
Im Juni 2022 habe sich der Geschädigte im alkoholisierten Zustand zur Wohnung eines Familienangehörigen des späteren Tatverdächtigen begeben. Dort, so Gerichtssprecher Dr. Markus Gralla auf Anfrage dieser Redaktion, sei es zum Streit gekommen. In dessen Verlauf habe der 35-Jährige dann mit einem Holzgegenstand mehrfach brutal auf sein Opfer eingeschlagen, auch, als dieses schon am Boden lag. Dabei habe der Geschädigte schwerste Verletzungen erlitten, musste mit dem Rettungshubschrauber in die Klinik nach Oldenburg geflogen werden, wo in einer Notoperation unter anderem zwischenzeitlich die Schädeldecke entfernt werden musste. Drei Jahre nach der Tat habe der Geschädigte dauerhafte neurologische Schäden davongetragen, ist zu 50 Prozent schwerbehindert und erhalte eine Erwerbsminderungsrente.
Zahlreiche Zeugenaussagen erwartet
Für den ersten Hauptverhandlungstermin am Montag sind acht Zeugen und ein Sachverständiger der Rechtsmedizin Oldenburg geladen. Zwei weitere Termine sind für den 2. und 11. September geplant. Der Geschädigte habe sich dem Verfahren als Nebenkläger angeschlossen, heißt es seitens des Gerichts. Der Angeklagte ist nicht vorbestraft.