Beliebtes Fußballturnier  Ostfriesland-Cup – neuer Modus und „Bier-Strafe“ angekündigt

Sören Siemens
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Von Sören Siemens
| 15.08.2025 16:34 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Beim Ostfriesland-Cup soll es laut dem Willen der Veranstalter eine einheitliche Biersorte geben. Symbolbild: Imago
Beim Ostfriesland-Cup soll es laut dem Willen der Veranstalter eine einheitliche Biersorte geben. Symbolbild: Imago
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Das Turnier kehrt zum kompletten K.o.-System zurück. Dazu gibt es weitere Neuerungen und bereits drei qualifizierte Teams. Beim Thema Catering will der Veranstalter nun notfalls auch sanktionieren.

Ostfriesland - Der Ostfriesland-Cup hat sich im Fußballkalender und in der Öffentlichkeit längst etabliert. Bereits zum neunten Mal findet das hoch dotierte Preisgeldturnier für Mannschaften von der Landes- bis zur Kreisliga im kommenden Jahr vom Sonntag, 28. Juni 2026, bis Sonntag, 26. Juli 2026, statt. Nach der achten Auflage haben die Organisatoren ihr Konzept – wie jedes Jahr – wieder etwas überarbeitet. „Wir nehmen immer mal wieder Anpassungen vor: Schauen, was hat funktioniert, was nicht so gut“, sagt Manfred Bloem, der mit Ewald Adden den Hut aufhat.

Manfred Bloem ist der Vater des Ostfriesland-Cups. Foto: Jens Doden/Emden
Manfred Bloem ist der Vater des Ostfriesland-Cups. Foto: Jens Doden/Emden

Eine Neuerung aus 2025 wird es auch 2026 weiter geben. Die Einteilung der 16 teilnehmenden Mannschaften erfolgt in vier regionale Achtelfinal-Töpfe. „So hat man mehr Derbys, kürzere Anfahrten und mehr Zuschauer.“ Die in diesem Jahr praktizierten Gruppenspiele werden aber wieder abgeschafft. Wegen des engen Terminplans hatte jedes Team in einer Vierergruppe zwei statt der üblichen drei Gruppenspiele. Die Hauptkritik der Vereine und auch der Organisatoren selbst war aber ein anderer: Da nur der Gruppensieger ins Halbfinale einzog, waren einige der zweiten Partien für den Gruppensieg schon nicht mehr von Bedeutung: „Da fehlte dann die Spannung, die unsere Spiele eigentlich auszeichnet. Auch wenn es bei einem Sieg ja noch um immerhin 500 Euro für die Teamkasse ging.“

Wo ist das Finale?

Also wird das gesamte Turnier 2026 wieder im K.o.-Modus ausgetragen. Im Achtelfinale vom 28. Juni bis 12. Juli werden die Spiele noch „regional“ zugelost, aus den vier Töpfen. „Danach losen wir völlig frei bis zum Endspiel alles aus“, sagt Bloem. Es folgen Viertelfinals, Halbfinals und das Endspiel. Das findet vermutlich wieder auf neutralem Platz auf dem Auricher Ellernfeld statt (26. Juli). „Das steht aber noch nicht ganz fest. Wir machen uns dazu abschließend noch Gedanken.“

Auch 2026 soll es im Achtelfinale viele Derbys geben wie auf diesem Bild zwischen dem TV Bunde (links) und Germania Leer. Foto: Jens Doden/Emden
Auch 2026 soll es im Achtelfinale viele Derbys geben wie auf diesem Bild zwischen dem TV Bunde (links) und Germania Leer. Foto: Jens Doden/Emden

Fest steht bisher nur, dass Titelverteidiger GW Firrel in der Turniertradition mit einem Heimspiel das neue Turnier eröffnet - am Sonntag, 28. Juni, 2026. Ansonsten könnte der Landesligist Firrel theoretisch nur noch bei einem späteren Spiel gegen den Ligakonkurrenten TuS Esens Heimrecht genießen. „Wir kehren nämlich dazu zurück, dass das klassenniedrigere Team immer Heimrecht hat“, sagt Manfred Bloem.

42.000 Euro an Prämien?

Weil Firrel als Landesligist - ebenso wie Esens - automatisch für das Turnier 2026 qualifiziert ist und gleichzeitig der Turniersieger 2025 ist, ist der Finalteilnehmer 2025, der SV Wallinghausen, ebenfalls schon qualifiziert. Zudem sind die ersten acht Teams der Bezirksliga-Abschlusstabelle 2025/2026 und ersten fünf der Ostfrieslandliga dabei. Sollte Wallinghausen unter die ersten Acht kommen, ist auch der Neunte qualifiziert.

GW Firrel (links Michael Olbrys) ist als Landesligist bereits qualifiziert. BW Borssum dürfte auch gute Chancen zu haben, wieder unter die ersten Acht der Bezirksliga zu kommen und 2026 dabei zu sein. Foto: Jens Doden/Emden
GW Firrel (links Michael Olbrys) ist als Landesligist bereits qualifiziert. BW Borssum dürfte auch gute Chancen zu haben, wieder unter die ersten Acht der Bezirksliga zu kommen und 2026 dabei zu sein. Foto: Jens Doden/Emden

Die Vereine werden für die Teilnahme und Turniererfolge wieder fürstlich entlohnt. Vergangene Saison gab es Geld- und Sachpreise im Gesamtwert von etwa 39.000 Euro. „Die Sponsoren-Gespräche sind noch nicht ganz abgeschlossen. Es könnten diesmal aber um die 42.000 Euro werden“, verrät Manfred Bloem.

Wird Startgeld einbehalten?

Die Summe könnte sich aber noch reduzieren. Denn der Veranstalter behält sich vor, die Startprämie von 500 Euro bei Teams einzubehalten, die die Catering-Regeln des Ostfriesland-Cups ignorieren. Das steht im Konzept des Turniers, das auch allen Vereinen zugeschickt wurde.

Die Organisatoren möchten, dass auf den Sportplätzen Becks-Bier ausgeschenkt wird. Foto: Imago
Die Organisatoren möchten, dass auf den Sportplätzen Becks-Bier ausgeschenkt wird. Foto: Imago

Konkret geht es auch um eine „Bier-Strafe“. Die Marke „Becks“ vom Biergiganten Anheuser-Busch InBev ist einer der Sponsoren des Turniers. „Deshalb möchten wir auch, dass bei den Spielen des Ostfriesland-Cups diese Biersorte ausgeschenkt wird. Der Sponsor macht es ja auch erst möglich, dass wir so viele Prämien haben“, sagt Bloem. In der vergangenen Saison hätten nicht alle Vereine die gewünschte Biersorte verkauft. „Ein Vereinsvertreter sagte zu mir: das mögen wir nicht so gerne.“ Schon in früheren Jahren hatte es bei dem Turnier schon einmal Differenzen zwischen einem Verein und dem Veranstalter bei der Auswahl der Getränke gegeben. Während die Eintrittsgelder aufgeteilt werden zwischen Veranstalter und Vereinen, behält der Heimverein die Einnahmen aus den Catering-Verkäufen.

Eine „Bratwurst“-Strafe könnte es theoretisch auch geben. Aber die bahnt sich dieses Jahr nicht an. Auf allen Grills lag die neue Ostfriesland-Cup-Bratwurst von Bünting. Da habe es keine Probleme gegeben, so Manfred Bloem. „Das lief alles super.“

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