Scharbeutz Seebrücke an der Ostsee enttäuscht Gäste – aber nicht mehr lange
Viele Touristen kommen nach Scharbeutz, um die neue Seebrücke an der Ostsee zu sehen – und sind enttäuscht. Denn die Seebrücke Scharbeutz ist zum Teil eine Baustelle. Wie es nun weitergeht und worauf Gäste sich freuen können.
„Noch nicht fertig“ – das denken sich in diesen Tagen viele Besucher der neuen Seebrücke Scharbeutz. Flanieren können sie aber schon weitestgehend auf der Seebrücke über der Ostsee, nur am Brückenkopf laufen zurzeit noch Restarbeiten. Dirk Dibbern vom Bauamt Scharbeutz erklärt, was genau gemacht wird und wie lange die Arbeiten voraussichtlich noch dauern.
Etwas enttäuscht ist der ein oder andere, wenn er momentan an das Ende der neuen Seebrücke Scharbeutz läuft und sieht, dass der Brückenkopf noch gesperrt ist. Handwerker erledigen derzeit noch die letzten Arbeiten, damit die Flaniermeile über der Ostsee vollendet wird. „Der Brückenkopf soll gestalterisch ein bisschen an ein Schiffsdeck erinnern“, erklärt Dirk Dibbern. Derzeit seien die Arbeiter noch mit der Sitzstufenanlage beschäftigt, die verschiedene Ebenen erhalte, auf denen sich die Besucher niederlassen können. „Auch ein Loungebereich mit einer Kunstrasenfläche wird noch eingebaut“, so Dibbern weiter.
Die Arbeiten an der Seebrücke Scharbeutz scheinen länger zu dauern, als die bei den anderen Seebrücken in Timmendorfer Strand und Haffkrug. „Es dauert länger, weil wir unterschiedliche Holzflächen mit Gehrungsschnitten verwenden. Die einzelnen Bretter müssen vorher extra angefertigt werden“, erläutert Dibbern. Für den Bereich, auf dem man gehen und sitzen kann, werde Bongossi-Holz verwendet. „Das ist härter und braucht eine längere Bearbeitungszeit“, sagt Dibbern. Die Wartezeit zahle sich aber aus, denn Bongossi-Holz sei eines der härtesten und besten Hölzer. Das sei von Vorteil, denn die Seebrücke sei ständig rauer Ostsee-Luft und hartem Sonnenschein ausgesetzt. „Für den Handlauf verwenden wir Kebony-Holz“, sagt Dirk Dibbern. Das komme von der nordischen Kiefer und sei so behandelt worden, dass es äußerst widerstandsfähig sei.
„Wir geben jetzt immer mehr frei“, sagt Dibbern. Im Oktober will die Gemeinde Scharbeutz mit dem Großteil der Bauarbeiten auf der Seebrücke Scharbeutz fertig sein, „aber wir haben noch ein paar Lieferschwierigkeiten“. Deshalb kann Dibbern noch keinen genauen Zeitpunkt nennen. Auch der Nord- und Südbalkon an der Ostsee soll noch mit Sitzstufenanlagen fertiggestellt werden. „An den Wochenenden kann der Kopf schon betreten werden, wenn die Handwerker dort nicht tätig sind“, informiert Dirk Dibbern. Die Bäderschiffe legen ebenfalls schon am Seebrückenkopf in Scharbeutz an.