Bremen Sanierung der Weserbrücke: Fahrbahneinschränkungen und Sperrungen ab 11. August – Notfallarbeiten an Übergangskonstruktion
Die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges) hat den Start der Bauarbeiten an der Weserbrücke auf der A1 in Bremen angekündigt. Ab wann und wie lange sich Autofahrer auf Verkehrsbehinderungen einstellen müssen.
Die Deges (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) kündigt an, dass die Bauarbeiten an der Weserbrücke im Verlauf der A1 „in den kommenden Tagen für die Autofahrer endlich sichtbar werden“: Von Montag, 11. August, an wird zunächst die Richtungsfahrbahn Hamburg saniert. Der Verkehr liegt dann mit jeweils zwei Fahrspuren nach Norden und Süden auf der Richtungsfahrbahn Osnabrück.
„Vorher gibt es aber noch eine bittere Pille zu schlucken“, räumt die Deges ein: „Die Übergangskonstruktion, quasi das Verbindungsstück zwischen Brücke und Autobahn auf Arstener Seite, ist in die Jahre gekommen und muss zwischen dem 8. und 11. August aufwändig überbaut werden“. Von Freitag 8 Uhr an wird in den fließenden Verkehr eingegriffen, von 10 Uhr bis Montag 6 Uhr stehen in Richtung Osnabrück nur ein Fahrstreifen, in Richtung Hamburg zwei Fahrstreifen zur Verfügung. Während der Baustelleneinrichtung am Freitagvormittag werden letztere zusätzlich kurzzeitig auf eine Fahrspur eingeschränkt.
Der Bremer Deges-Chef Jörn Kück weiß laut Mitteilung, dass diese Nachricht „nur begrenzten Unterhaltungswert“ hat: „Wir schränken den Verkehr auf einem der meistbefahrenen Autobahnabschnitte in Deutschland ein, das ist richtig. Leider gibt es dazu keine Alternative, die Übergangskonstruktion wird dem vierstreifigen Verkehr nicht lange standhalten. Das hieße dann eine Komplettsperrung der Brücke, und auch das Risiko eines eventuellen Wegbrechens der Konstruktion mit allen Folgen können wir als Bauverantwortliche nicht riskieren.“
Die Übergangskonstruktion wollen die Fachleute mit einem sogenannten Maurer Modular Bridge System (MMBS) überbauen. Das System stabilisiere die Brücke und sorge dafür, dass diese den vierstreifigen Verkehr aushalte, „während man auf der anderen Brückenseite in die Hände spucke“, sagt Kück: „Wir fräsen den Asphalt ab und werden eine neue Schicht auflegen. Dazu brechen wir die Kappen ab und erneuern sie, die Schutzeinrichtungen kommen ebenfalls sämtlich neu.“
Sein Team ist mit der Instandsetzung und Ertüchtigung der Brücke nach eigenen Angaben „voll im Zeitplan“. Bislang fanden die Arbeiten überwiegend im Brückenkörper statt, so wurde etwa der Brückenstahl mit einem neuen Korrosionsschutz versehen und an vielen Stellen neu versteift. „Von August an werden wir uns auch die Fahrbahn selbst vornehmen – für die Autofahrer bedeutet das für die kommenden zweieinhalb Jahre zwei Fahrstreifen in jede Richtung.“
Kück sagte noch einmal, dass die Sanierung alternativlos und letztlich im Interesse aller Verkehrsteilnehmer sei: „Die Bestandsbrücke hätte die steigenden Verkehre bis zur Fertigstellung der neuen Brücke nicht verkraftet, deshalb mussten wir hier eingreifen.“ Parallel dazu plane die Deges bereits den Ersatzneubau. Vor einigen Wochen hatte sich den Angaben zufolge eine Jury im Rahmen eines Realisierungswettbewerbs auf einen Entwurf geeinigt. Hierfür wolle die Deges mit Hochdruck Baurecht und eine finale Finanzierungszusage erlangen.