Berlin/Fehmarn  Schienen zum Fehmarnbelt-Tunnel werden zu spät fertig – eine Blamage für Deutschland

Henning Baethge
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Von Henning Baethge
| 30.07.2025 16:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
Blick in die Zukunft: So soll die Einfahrt in den Fehmarnbelt-Tunnel einmal aussehen. Foto: ICONO A
Blick in die Zukunft: So soll die Einfahrt in den Fehmarnbelt-Tunnel einmal aussehen. Foto: ICONO A
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Die Bahn blamiert Deutschland – sie schafft es nicht, die Gleise zum geplanten Fehmarnbelt-Tunnel rechtzeitig fertigzubauen. Auch Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder macht einen Fehler.

Den 18 Kilometer langen Fehmarnbelt-Tunnel zwischen Deutschland und Dänemark bauen und bezahlen die Dänen ganz allein, die Deutschen müssen laut Staatsvertrag nur rechtzeitig eine Straßen- und Schienenanbindung auf ihrer Seite fertigstellen. Doch jetzt räumt Verkehrsminister Patrick Schnieder ein: Nicht mal das schaffen sie. Die Gleise zum Tunnel verspäten sich stark. Das ist eine Blamage für eine der reichsten Industrienationen der Welt.

Hauptverantwortlich dafür ist die Deutsche Bahn, die mit ihrer Planung viel zu lange braucht. Und die den Bundestag und die Öffentlichkeit viel zu lange über den wahren Stand der Dinge hinweggetäuscht hat.

Hingegen trifft den erst kurz amtierenden CDU-Minister Schnieder keine Schuld. Umso weniger sollte er jetzt so tun, als wären die Probleme in Dänemark genauso groß wie hierzulande. Das ist falsch. Bei den Verzögerungen auf der dänischen Tunnelbaustelle geht es voraussichtlich um einige Monate. Deutschland wird dagegen mindestens drei Jahre zu spät fertig.

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