Tangstedt  Experte gibt Tipps: Wie man erfolgreich Blaubeeren im eigenen Garten pflanzt

Jonas Altwein
|
Von Jonas Altwein
| 31.07.2025 06:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
So sieht die perfekte Blaubeere aus. Foto: Patrick Sun
So sieht die perfekte Blaubeere aus. Foto: Patrick Sun
Artikel teilen:

Wer Blaubeeren richtig einpflanzen will, muss einen besonderen Boden verwenden. Experte Michael Clasen gibt Geheimtipps zum perfekten Anbau.

Sommerzeit ist Blaubeerzeit. Die dunkelblauen und süßen Früchte gibt es derzeit in Unmengen im Supermarkt, auf Wochenmärkten oder auf den Blaubeerplantagen zum Selbstpflücken. Die meisten Blaubeeren, auch als Heidelbeeren bekannt, kommen dabei aus der Region. Denn die klimatischen Bedingungen in Norddeutschland eignen sich ideal zum Anbau.

Doch wer die blauen Beeren selbst züchten will im eigenen Garten oder auf dem Balkon, sollte einen beliebten Fehler unbedingt vermeiden. Wie man Blaubeeren richtig anpflanzt, verrät Experte Michael Clasen. Der Baumschuler gibt zudem ein paar Geheimtipps.

Was ist die wichtigste Regel beim Einpflanzen von Blaubeersträuchern? Man muss den richtigen Boden verwenden, weiß Clasen. Dieser muss säurehaltig sein und idealerweise einen pH-Wert von 4,5 haben, erklärt der Landwirt. „Auf keinen Fall Lehmboden verwenden“, warnt der Blaubeer-Experte. „Heidelbeeren wachsen auf sandigem Boden.“

Doch wie kann man feststellen, welchen pH-Wert denn nun der Boden im eigenen Garten hat? Ganz einfach lässt sich das mit einem Testset bestimmen. Sowas gibt es im Online-Handel für etwa fünf Euro. Und wenn der pH-Wert im eigenen Garten zu hoch ist? Dann kann man mit einfachen Tricks nachbessern, empfiehlt Clasen. Sein Geheimtipp: So könne man beispielsweise mit Sodentorf einen besseren Bodenwert erreichen. Zum Einpflanzen von Blaubeeren eigne sich Rhododendronerde. Das gibt es in vielen Baumärkten.

Was den Standort der Blaubeeren im Garten oder auf dem Balkon betrifft, sollte dieser nicht zu nass sein, sagt Clasen. Gerade, wenn man den Strauch in einem Topf stehen hat. „Da kann es schnell zu Staunässe kommen“, gibt der Experte zu bedenken. Um das zu vermeiden, sollte der Topf möglichst viele Löcher haben. Wie man überprüfen kann, ob denn nun zu viel Wasser in der Erde ist? Clasen verrät auch hier einen Geheimtipp. „Man nimmt sich eine Handvoll Erde und drückt sie mit der Faust zusammen. Wenn dann Wasser heruntertropft, ist es schon zu nass“, so der Blaubeer-Experte.

Und wie sieht es mit viel Sonne aus? Kann die den Blaubeeren bei einer Hitzeperiode gefährlich werden? Clasen gibt Entwarnung: „Das macht denen nichts aus. In der prallen Sonne werden Blaubeeren zuckersüß“, sagt der Experte. Wenn die Sträucher im Halbschatten stehen, dauert es etwas länger, bis man die Früchte ernten kann. Steht die Pflanze zu viel im Schatten, werden die Blaubeeren im unteren Bereich nicht reif, sagt Clasen.

Die Blaubeer-Ernte läuft in Deutschland von Juli bis September. Ist jetzt also zu spät, einen Strauch einzupflanzen? Nein, sagt Clasen: „Blaubeeren kann man vom Frühjahr bis in den Herbst hinein einpflanzen.“ Einzige Voraussetzung ist, dass man keinen Bodenfrost hat, so der Experte. Wenn man jetzt einen Blaubeerstrauch einpflanzt, könne man sogar noch in diesem Jahr mit einer Ernte rechnen. Voraussetzung ist aber, dass die Pflanze „ein mehrjähriges Holz“ hat. Sprich: Schon älter als ein Jahr ist.

Was passiert mit den Blaubeeren im Winter? Wenn sie im Boden eingepflanzt sind, müsse man keine besonderen Vorkehrungen zum Schutz vor Frost treffen, sagt Clasen. Auf dem Balkon empfiehlt sich aber eine Abdeckung – etwa mit Vlies. So ganz ohne Vorbereitung kommt die Blaubeere aber auch im Garten nicht durch den Winter. Clasen rät dazu, den Strauch auszulichten. Bei einem ausgewachsenen Busch von etwa 1,5 Metern sollte man laut dem Experten „drei bis vier alte und vier bis sechs junge Trieben dran lassen. Alles andere von unten wegschneiden“, so Clasen.

Ähnliche Artikel