Bauwerk steht zum Verkauf Zukunft von Auricher Wahrzeichen wieder offen
Der Auricher Wasserturm steht zum Verkauf. Das Wahrzeichen blickt auf eine 114-jährige Geschichte zurück.
Aurich - Der Zukunft des Auricher Wasserturms ist wieder offen. Das Wahrzeichen steht wieder zum Verkauf, wie Björn Rosenboom, Geschäftsführer von Rosenboom Immobilien in Aurich, bestätigt. Das Objekt wird erst seit wenigen Tagen inseriert. Trotzdem hat Rosenboom bereits einige Anfragen von interessierten Aurichern erhalten.
Das markante Bauwerk wurde 1911 errichtet und sicherte einst die Wasserversorgung in Aurich, bis diese an den Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) abgegeben wurde. In den 1960er Jahren ließ der OOWV zwar noch das Filterhaus errichten. In den 1970er Jahren legte er das Wasserwerk aber still.
Ihlower wollte Nebengebäude errichten
2021 wollte die Stadt das Gebäude an den Ihlower Unternehmer Uwe Ley verkaufen. Im Bauausschuss wurden im Februar 2022 Pläne des Investors vorgestellt. Demnach sollten zwei Nebengebäude auf dem Grundstück errichtet werden, in dem zum einen ein gastronomisches Angebot, zum anderen Büroräume untergebracht werden sollten. Der Auricher Stadtbaurat Mirko Wento bestätigte, dass eine entsprechende Baugenehmigung erteilt wurde, die noch bis Oktober gültig ist, bisher aber nicht in Anspruch genommen wurde. Durch den erneuten Verkauf des Gebäudes sind die Pläne aber wohl vom Tisch. Ley stand für eine Stellungnahme jedoch nicht zur Verfügung.
Angeboten wird der Wasserturm für 210.000 Euro inklusive circa 1238 Quadratmeter großem Grundstück. Aktuell ist der Wasserturm laut Inserat an einen Mobilfunkanbieter vermietet, wodurch jährliche Einnahmen von etwa 8600 Euro eingenommen werden können. Die genehmigte Nutzfläche für Nebengebäude beträgt etwa 242 Quadratmeter. Der Wasserturm steht dabei unter Denkmalschutz. Ley musste deshalb bereits vor der Präsentation seiner Pläne im Bauausschuss 2022 mehrmals umplanen. Der Ihlower wollte damals auch den Wasserturm selbst nutzen. Auf 45 Metern Höhe bietet der Turm theoretisch elf Geschosse. Doch unter anderem aus Brandschutzgründen lassen sich Pläne für höhere Etagen nur sehr schwer umsetzen.