Berlin Restmüll oder Gelber Sack? So entsorgen Sie Kronkorken richtig
Gerade an warmen Sommerabenden gönnen sich viele Menschen ein Kaltgetränk aus der Glasflasche. Doch wohin mit dem Kronkorken? Wir haben die Antwort und verraten Ihnen, wie Sie mit Kronkorken sogar etwas Geld verdienen oder etwas Gutes tun können.
Glasflaschen kommen entweder in den Pfandautomaten oder den Altglascontainer. Dass die dazugehörigen Kronkorken in den Müll gehören, sollte jedem Menschen bewusst sein. Doch wohin genau – Restmüll oder Gelber Sack beziehungsweise Gelbe Tonne? So ist die Regelung bei der Entsorgung.
Kronkorken bestehen normalerweise aus Weißblech und einem kleinen Kunststoffring zur Abdichtung. Sie wiegen weniger als zwei Gramm und haben einen Durchmesser von unter 30 Millimetern. Aufgrund der geringen Größe könnte man meinen, dass die falsche Entsorgung von Kronkorken keine besonderen Auswirkungen hat.
Doch wenn sie einfach im Restmüll landen, dann werden sie häufig verbrannt. Dabei entsteht aus dem eigentlich wiederverwertbaren Material minderwertige Schlacke.
Werden Kronkorken dagegen fachgerecht entsorgt und recycelt, dann können sie nach entsprechender Aufbereitung von der metallverarbeitenden Industrie zum Beispiel für die Produktion neuer Karosserieteile wiedereingesetzt werden. Dies schont Ressourcen und spart Müll ein.
Kronkorken zählen zum Verpackungsmüll und gehören daher nicht in den Restmüll, sondern in den Gelben Sack beziehungsweise in die Gelbe Tonne. In der Sortieranlage werden die Verschlüsse später von nicht-metallischen Verpackungen getrennt und separat recycelt.
Große Mengen kann man zu einem Wertstoffhof bringen oder bei Wertstoffinseln in den Container für Dosen/Alu werfen.
Explizit gewarnt wird vor einer Entsorgung in der Biotonne oder auf dem Kompost. Dort können sich die aus Blech und Kunststoff bestehenden Kronkorken nicht zersetzen und stören so den Zerfall des restlichen Biomülls.
Statt Kronkorken in der Gelben Tonne zu entsorgen, können Sie sie auch extra sammeln und damit sogar noch Gutes tun. Kronkorken bringen nämlich Geld: Für ein Kilogramm zahlen Schrotthändler zwischen 8 und 15 Cent.
Es gibt zahlreiche Sammelstellen, wo Kronkorken gespendet werden können. Der Erlös kommt dann gemeinnützigen Projekten zugute. Abgabestellen finden Sie beispielsweise bei Eco-Projects , Gudd-Zweck.de oder bei der Tiernothilfe-Nord.
Wer will, kann seine Kronkorken aber auch selbst verkaufen. Es gibt zahlreiche Sammler, daher können Sie einen Verkauf über Internetportale, Foren, Kleinanzeigen oder auch Flohmärkte erwägen. Auch auf dem Wertstoffhof oder beim Schrotthändler werden laut Berlin Recycling teilweise Preise zwischen 60 und 90 Euro pro Tonne bezahlt. Dieser Weg lohnt sich allerdings nur bei größeren gehorteten oder gesammelten Mengen.