Saisonstart in der Ostfrieslandliga  Eingespielt und ehrgeizig

| | 22.07.2025 17:07 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Eintracht-Trainer Jannik Swieter will mit seiner Mannschaft eine gute Rolle in der Ostfrieslandliga spielen. Der Aufsteiger geht mit Selbstvertrauen in die Saison.Fotos: Wilfried Gronewold
Eintracht-Trainer Jannik Swieter will mit seiner Mannschaft eine gute Rolle in der Ostfrieslandliga spielen. Der Aufsteiger geht mit Selbstvertrauen in die Saison.Fotos: Wilfried Gronewold
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Die Ostfrieslandliga startet nach kurzer Pause in die neue Saison. Drei Auricher Mannschaften sprechen über ihre Ziele und Erwartungen. Ein Trainer hört nach der Saison auf.

Aurich - Die Verschnaufpause war nur kurz für die Fußballer in der Ostfrieslandliga. Zwei Wochen Urlaub und dann eine kurze und intensive Vorbereitung. Am Freitag beginnt die neue Saison, die Trainer der drei Auricher Mannschaften sprachen vor dem Start über die Erwartungen und Ziele.

Nach Jahren in den Niederungen des ostfriesischen Fußballs ist Eintracht Ihlow in die Ostfrieslandliga zurückgekehrt. Nach dem eindrucksvollen Durchmarsch durch die Ostfrieslandklasse A ist das Selbstvertrauen groß in Ihlow. Und auch Trainer Jannik Swieter glaubt, dass seine Mannschaft eine gute Rolle spielen kann. „Wir müssen uns vor niemandem verstecken und wollen so schnell wie möglich Punkte sammeln“, sagt Swieter. Das Saisonziel ist zwar noch nicht mit der Mannschaft abgesprochen, doch die Ihlower wollen länger als nur ein Jahr in der neuen Liga bleiben.

Ehrgeiziger Aufsteiger

Der Aufsteiger muss auch nicht bei Null anfangen. Abgänge gibt es keine, die Spielausrichtung ist in den Köpfen verankert. Aus der A-Jugend der JSG WIR sind Meiko Heilemann und Tom Fischer neu im Kader des Aufsteigers.

Die sehr kurze Vorbereitungszeit bezeichnet Swieter als durchwachsen. Einem überzeugenden Sieg gegen Germania Leer folgte ein Dämpfer gegen die zweite Mannschaft von BW Borssum. Swieter sieht die Ergebnisse durchaus kritisch, möchte sie aber auch nicht überbewerten. „Es war schließlich Urlaubszeit, da musste ich bei der Aufstellung immer puzzeln“, sagt der Ihlower Trainer. Aber Swieter will nicht jammern, schließlich hätten alle Mannschaften mit denselben Problemen zu kämpfen. Am Freitagabend empfängt die Eintracht zum Auftakt den TV Bunde II – ein machbarer Gegner für den Aufgalopp. Danach folgen Spiele gegen den Holter SV und Ostfrisia Moordorf. Besonders freut sich Ihlow auf das Gemeindederby gegen den TSV Riepe. „Riepe ist neben Uplengen für mich der große Favorit auf den Aufstieg“, sagt Jannik Swieter.

Nach dem Scheitern nun der Aufstieg?

Der Gemeindenachbar TSV Riepe ist vor wenigen Wochen nur knapp in der Relegation gegen FC Norden am Aufstieg in die Bezirksliga vorbeigeschrammt und gilt bei vielen Trainern als einer der großen Favoriten auf Meisterschaft und Aufstieg. Eine Rolle, die Trainer Sören Tomljanovic gerne annimmt. „Wir wollen unsere Leistungen bestätigen. Der Verein hat kein konkretes Ziel ausgegeben, aber in der Mannschaft hat jeder den Anspruch, wieder oben anzuklopfen“, sagt TSV-Trainer Tomljanovic. Auf der Suche nach Verstärkungen hat sich der Verein nicht groß bei anderen Mannschaften umgeschaut, sondern sich bei der eigenen A-Jugend bedient. Tomljanovic freut sich auf die JSG-WIR-Spieler Ole Buhr, Jannes Marfeld und Jendrik Krull. „Leider hat sich Ole im Trainingslager einen Kreuzbandriss zugezogen und wird lange fehlen“, so Tomljanovic, der mit der Zusammenstellung des Kaders sehr zufrieden ist.

Sören Tomljanovic (rechts) peilt mit Riepe den Aufstieg an.
Sören Tomljanovic (rechts) peilt mit Riepe den Aufstieg an.

Die Mannschaft ist jung, aber eingespielt. Die Vorbereitung lief etwas schleppend, doch Tomljanovic ist zuversichtlich, dass beim ersten Spiel am Sonnabend beim Bezirksliga-Absteiger TuS Holtriem eine schlagkräftige Mannschaft auflaufen wird. Den Gegner erwartet der TSV-Trainer wegen diverser Abgänge nicht in der Spitzengruppe. Dafür aber den VfB Uplengen mit seinem prominenten Neuzugang Matthias Goosmann, der lange Jahre für Kickers Emden gespielt hat. „Auch mit Holtland ist zu rechnen“, glaubt Tomljanovic.

Ostfrisia-Trainer vor seiner letzten Saison

Wie alle anderen, klagt auch Alwin Tierok-Heddinga, Trainer von Ostfrisia Moordorf, über die kurze Pause. „Ich bin schon froh, dass wir nicht im Ostfriesland-Cup dabei waren“, sagt er mit einem Lachen. Der Ostfrisia-Trainer machte aus der Not eine Tugend und probierte in den Vorbereitungsspielen verschiedene Konstellationen aus und ließ auch Spieler auf ungewohnten Positionen spielen. „Die Beteiligung war gut, und wir haben auch ein paar gute Ergebnisse erzielt“, so Tierok-Heddinga.

Alwin Tierok-Heddinga wird Ostfrisia Moordorf nur noch in dieser Saison trainieren.Foto: Bernd Wolfenberg
Alwin Tierok-Heddinga wird Ostfrisia Moordorf nur noch in dieser Saison trainieren.Foto: Bernd Wolfenberg

Drei neue Spieler haben sich der Ostfrisia angeschlossen. Vom VfB Münkeboe kommt Finn Bruns, aus Engerhafe hat Jannes Nessen zu einem Wechsel nach Moordorf entschlossen. Der dritte Neue ist Kai Krüger, der von Eintracht Ihlow an den Waller Weg wechselt. Die Mannschaft ist eingespielt, das ist auch das große Pfund im Kampf um die Punkte. „Wir können gegen jede Mannschaft in der Liga gewinnen. Das haben wir bewiesen. Viele der Jungs kennen sich seit Jahren“, sagt Tierok-Heddinga. Bei einem Kader mit 26 Spielern muss Trainer Tierok-Heddinga wohl auch unbequeme Entscheidungen treffen.

In den vergangenen zwei Spielzeiten landete Moordorf auf Platz neun und sieben. Tierok-Heddinga will mit seiner Mannschaft deshalb weiter nach oben klettern, ein genaues Saisonziel gibt es nicht bei Ostfrisia Moordorf. Der Trainer erwartet hinter den Favoriten aus Holte und Uplengen ein großes Verfolgerfeld. „Ich denke nicht, dass sich eine Mannschaft frühzeitig absetzen wird. Auf die Ostfrisia wartet am Sonntag ein Auswärtsspiel bei Fortuna Veenhusen. Für Tierok-Heddinga beginnt in diesem Moment die Abschiedstour. Nach Jahrzehnten als Spieler und Trainer will er sich mit seiner Familie entspannen. „Die Wochenenden haben sich immer nur um Fußball gedreht“, sagt Tierok-Heddinga.

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