Hamburg Dieses Land in Europa hat die saubersten Badegewässer – wie Deutschland abschneidet
Die Wasserqualität in europäischen Badegewässer ist überwiegend sehr gut. Es gibt jedoch auch einige Ausreißer nach oben – und nach unten. Eine Übersicht.
Eine neue Auswertung zeigt, dass die Wasserqualität in Europa durchweg hoch ist – und dieser positive Trend hält bereits seit einigen Jahren an. Die Fachleute der Europäischen Umweltagentur betonen in einem neuen Bericht, dass die überwachten Gewässer im Laufe mehrerer Jahrzehnte kontinuierlich sauberer geworden sind. In der aktuellen Analyse wurden etwa 85 Prozent der Badegewässer nach den EU-weit geltenden Qualitätsstandards mit der Bestnote „ausgezeichnet“ bewertet.
Für die aktuelle Auswertung wurden Daten aus der Badesaison 2024 untersucht. Dabei erfasste man 22.127 offizielle Badegewässer – darunter Seen, Flüsse und Küstenbereiche – aus sämtlichen EU-Staaten sowie aus Albanien und der Schweiz. Bewertet wurden diese Gewässer auf Basis der EU-Badegewässerrichtlinie von 2006, wobei der Fokus auf dem Nachweis potenziell krankmachender Fäkalbakterien wie Enterokokken und Escherichia coli lag.
Im Vergleich zeigten die Küstengewässer eine bessere Wasserqualität als Flüsse und Seen im Landesinneren: Knapp 89 Prozent der Strände erhielten die Bestnote, während es bei den Binnengewässern immerhin noch 78 Prozent waren.
Zypern hat nach allen Kriterien die Nase vorn. Bulgarien, Griechenland, Österreich und Kroatien schnitten ebenfalls besonders gut ab. In diesen Ländern gelten mindestens 95 Prozent der Badegewässer als von ausgezeichneter Qualität, was auf einen hohen Sauberkeitsstandard hinweist. Dahinter erfüllten auch Dänemark, Malta, Deutschland und Italien sämtliche geprüften Badegewässer die Mindestanforderungen – sicheres Schwimmen ist dort also gewährleistet.
Einige wenige Länder fielen hingegen mit niedrigeren Bewertungen auf: In Schweden zum Beispiel wurde an 19 Badestellen eine mangelhafte Wasserqualität festgestellt. Ähnlich negativ sah es in 29 niederländischen und drei estnischen Seen aus. In Frankreich gab es sogar bei 115 Gewässern Beanstandungen. Abgeschlagen auf dem letzten Platz liegt Albanien mit nur 16 Prozent ausgezeichneter Wasserqualität.
Die Ergebnisse sollten jedoch weder Einheimische noch Gäste beunruhigen. Laut Bericht müssen Badegewässer, die schlecht bewertet wurden, für die gesamte nächste Saison gesperrt bleiben. In diesem Zeitraum sind Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität und zum Schutz der Badegäste vorgeschrieben. Das Risiko, in belastetem Wasser zu baden, wird so für Schwimmer deutlich reduziert.