Neubau auf Kasernengelände Auricher CDU hat viele Fragen zum neuen Kunstrasenplatz
In Aurich prüfen Politik und Verwaltung, ob auf dem alten Kasernengelände ein neuer Kunstrasenplatz entstehen kann. Die Entscheidung könnte Auswirkungen auf Sportvereine und den Stadtteil haben.
Aurich – Auf dem ehemaligen Kasernengelände in Aurich soll ein neuer Kunstrasenplatz entstehen – so der Wunsch der beteiligten Sportvereine. Die Vorteile einer solchen Lösung haben die Vereine in einem gemeinsamen Gespräch von Stadtverwaltung, den Vertretern der Sportvereine und der Stadtratsfraktionen am 8. Juli dargelegt. Aus ihrer Sicht böte der Standort „vielfältige Möglichkeiten“, der den neuen Stadtteil von Aurich mit einer bedarfsgerechten Sportanlage „bestens versorgen“ könnte. Bei der CDU/FDP-Gruppe im Stadtrat sind nach dem Gespräch allerdings Fragen aufgetaucht, die sie geklärt haben wollen, bevor entsprechende Planungen beginnen. Das teilte Arnold Gossel, Vorsitzender der CDU/FDP-Gruppe im Rat, jetzt in einer Pressemitteilung mit.
Bis zur nächsten Sitzung des Ausschusses für Kinder, Jugend und Soziales soll die Stadtverwaltung demnach unter anderem klären, ob der Standort der ehemaligen Kaserne auch aus Sicht der Verwaltung für einen neuen Kunstrasenplatz geeignet ist und ob der neue Kunstrasenplatz unbedingt auf dem jetzigen Rasenplatz errichtet werden muss oder ob ausreichend Platz für einen zusätzlichen Sportplatz vorhanden ist. Auch die Situation der Umkleiden muss aus Sicht von CDU und FDP geklärt werden. „Reichen die in der Sporthalle und den Containern vorhandenen Umkleiden aus oder müssen neue Möglichkeiten geschaffen werden? Wie ist der bauliche Zustand der vorhandenen Sporthalle und der Container?“, fragt die Gruppe.
Die Frage nach der Finanzierung ist mitentscheidend
Weitere Fragen sind die nach der Versorgung mit Flutlicht am vorhandenen Sportplatz und ob die Beleuchtung für Punktspiele ausreicht. „Was müsste für einen Kunstrasenplatz zusätzlich installiert werden?“, will die CDU/FDP wissen. Auch müsse geklärt werden, welche Sporteinrichtungen am jetzigen Sportplatz vorhanden sind und ob diese ertüchtigt oder erneuert werden müssten. Eine wohl entscheidende Frage ist die, welche Planungsschritte erforderlich sind und welche Kosten entstehen könnten. Auch die Frage, ob die Stadt Aurich oder ein Sportverein als Bauherr fungieren soll, treibt die Ratsgruppe um.
Hintergrund: Die Sportanlage am Ellernfeld ist ausgelastet. Eine Gruppe von acht Vereinen fordert deshalb einen weiteren Kunstrasenplatz. Deshalb ist nun ein Runder Tisch zum Bau eines neuen Kunstrasenplatzes zusammengekommen, den die zuständige Fachbereichsleiterin Dr. Edith Ulferts bereits im Mai im Ausschuss angekündigt hatte.
Grundsätzlich unterstützt die CDU/FDP-Gruppe den Bau eines neuen Kunstrasenplatzes, hatte den entsprechenden Antrag gestellt und Tempo bei dem Thema angemahnt, weil der „Bedarf wahnsinnig groß“ sei, wie Gossel im Mai sagte. Es sei schon eine Besonderheit, dass sich acht Auricher Vereine zu einer Interessengemeinschaft zusammenschließen. Dazu gehören der SC Wallinghausen, SC 13 Eichen Wiesens, SG Egels/Popens, TuS Sandhorst, SC Tannenhausen, SV Komet Walle, SV Eintracht Plaggenburg und TuS Middels.
Wichtig für Gossel ist neben der Standortfrage auch die Frage nach der Finanzierung. Die Kosten könnten bei so einem Projekt schnell Richtung einer Million Euro gehen, so Gossel. Damit seien sowohl die Stadt Aurich als auch die Vereine alleine überfordert. Er mahnte an, sich nach Fördermöglichkeiten umzusehen.