Diskussion über Elektroroller  Facebook-Nutzer kritisieren Auricher E-Scooter-Fahrer scharf

| | 11.07.2025 16:58 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Zwei junge Männer fahren zu zweit auf einem E-Scooter über den Auricher Marktplatz. Viele Facebook-Nutzer beschweren sich über ein solches Verhalten. Foto: Eva van Loh
Zwei junge Männer fahren zu zweit auf einem E-Scooter über den Auricher Marktplatz. Viele Facebook-Nutzer beschweren sich über ein solches Verhalten. Foto: Eva van Loh
Artikel teilen:

In den sozialen Netzwerken wird über das Verhalten von E-Scooter- und Radfahrern in Aurich diskutiert. Viele fordern strengere Regeln. Und auch Radfahrer kommen nicht gut weg.

Aurich - E-Scooter und das Verhalten ihrer Besitzer sind ein Aufregerthema. Nach einem Bericht dieser Redaktion über die Probleme, die durch E-Scooter in der Auricher Fußgängerzone entstehen, wird das Thema in den sozialen Netzwerken heiß diskutiert.

Eine Nutzerin berichtet unter dem Facebook-Post zum Artikel, dass sie jeden Tag E-Scooter-Fahrer in der Fußgängerzone sehe: „Oft zu zweit auf dem E-Scooter, inklusive Handy in der Hand. Man hat echt Sorge, umgefahren zu werden.“ Ein weiterer Nutzer schreibt einen ähnlichen Kommentar – „nicht nur in Aurich“, fügt er hinzu. Auch andere Nutzer wollen schon selbst gesehen haben, wie E-Scooter-Fahrer gegen geltende Regeln verstoßen. „Stehen zu zweit drauf, oft keine 14 Jahre, fahren 20 km/h und beachten gar nix“, schreibt eine weitere Nutzerin. Sie hat eine Forderung: „Ich bin definitiv für eine Fahrerlaubnis für diese Roller. Mofafahrer müssen das auch machen.“ Er sei vor der OLB-Filiale in Aurich vor kurzem fast umgefahren worden, berichtet ein anderer Nutzer.

Kritik an E-Bike-Rambos

Doch nicht nur E-Scooter-Fahrer sorgen mit ihrem Verhalten für Unmut bei den Facebook-Kommentatoren. Auch Fahrradfahrer sind in der Auricher Fußgängerzone nicht gern gesehen. „Die Ü70-E-Bike-Rambos sind genauso, wenn nicht noch gefährlicher“, findet ein Nutzer. Er ist nicht allein mit seiner Meinung. Ein weiterer sagt zu den E-Scootern: „Haben in der Fußgängerzone für mich nichts zu suchen, so wie Fahrräder auch.“

So sind die Regeln

Und die Kommentatoren haben recht, zumindest teilweise. Fahrräder dürfen nur zu bestimmten Zeiten in der Auricher Fußgängerzone fahren: Von 18 bis 10 Uhr ist das erlaubt. In diesem Zeitfenster dürfen allerdings auch Autos in der Fußgängerzone fahren. Zumindest, wenn sie zum Lieferverkehr gehören.

Fahrräder dürfen nur von 18 Uhr bis 10 Uhr in der Fußgängerzone fahren, wie dieses Schild in der Kirchstraße zeigt. Foto: Eva van Loh
Fahrräder dürfen nur von 18 Uhr bis 10 Uhr in der Fußgängerzone fahren, wie dieses Schild in der Kirchstraße zeigt. Foto: Eva van Loh

E-Scooter sind übrigens nicht, wie viele glauben, mit Fahrrädern gleichgesetzt. Das bestätigt auch Helmut Lücht, Leiter des Auricher Ordnungsamtes. Sie gehören zu den Elektrokleinstfahrzeugen, was bedeutet, dass für sie gesonderte Regeln gelten. Sie dürfen zum Beispiel auf Radwegen gefahren werden, auf Gehwegen allerdings nicht. Aber aufgepasst: Das Schild „Fahrräder frei“ an Gehwegen gilt wirklich nur für Fahrräder, nicht für E-Scooter. Und so ist es auch in Fußgängerzonen.

Das gilt auf der Straße

Das sind die Regeln für E-Scooter im Straßenverkehr:

  • Fahrer müssen mindestens 14 Jahre alt sein.
  • Ein Scooter darf nur allein gefahren werden, niemals zu zweit.
  • In der Auricher Fußgängerzone dürfen sie - anders als Räder – zu keiner Uhrzeit gefahren werden.. E-Scooter-Besitzer müssen ihre Fahrzeuge immer schieben.
  • Sie dürfen nicht schneller als 20 km/h fahren, auch wenn einige Modelle bis zu 25 km/h schnell sein können.
  • Um E-Scooter zu fahren, braucht man keine spezielle Fahrerlaubnis.
  • E-Scooter müssen nicht speziell zugelassen oder gemeldet werden.
  • Alle Scooter, die schneller als 5 km/h fahren, brauchen eine Kfz-Haftpflichtversicherung, die durch eine Versicherungsplakette („E-Scooter-Kennzeichen“) am Fahrzeug nachgewiesen werden muss.
  • Eine Helmpflicht gibt es in Deutschland aktuell nicht

Ähnliche Artikel