Jugendarbeit Jugendpfleger im Brookmerland – bis Ende Juni keine Bewerbung
Die Samtgemeinde Brookmerland sucht weiter nach einer Fachkraft für eine neue Jugendpflegerstelle. Außerdem muss eine weitere Stelle neu besetzt werden.
Brookmerland - In Grenzen hält sich das Interesse an einer von der Samtgemeinde Brookmerland ausgeschriebenen Jugendpflegerstelle. Die Frist, innerhalb derer sich Interessierte melden konnten, endete am 4. Juli. Wie viele Bewerbungen für die unbefristete und nach Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst bezahlte Vollzeitstelle (39 Stunden) bis dahin eingegangen sind, teilte die Verwaltung auf schriftliche Anfrage nicht mit. „Da es sich bei der ausgeschriebenen Stelle um ein personalrechtliches Verfahren handelt, bitten wir um Verständnis, dass wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Auskünfte zu Bewerberzahlen oder Details des Auswahlprozesses erteilen können“, heißt es. Und weiter: „Der Schutz personenbezogener Daten gemäß der Datenschutz-Grundverordnung sowie die Grundsätze des Bewerberdatenschutzes nach Paragraf 26 Bundesdatenschutzgesetz verpflichten uns dazu, die Vertraulichkeit des Verfahrens zu wahren.“
Das weitere Vorgehen im Einstellungsverfahren entspreche den „etablierten Abläufen“ bei Stellenbesetzungen innerhalb der Samtgemeinde. „Nach Abschluss des Auswahlverfahrens können wir zu gegebener Zeit weitere Informationen bereitstellen“, heißt es. Wie berichtet, drückt in Sachen Jugendarbeit vor allem die SPD/„Moin“-Mehrheitsgruppe im Samtgemeinderat aufs Tempo. Geplant ist nicht nur die Einstellung einer Fachkraft für Jugendpflege zum 1. August, sondern auch die Einrichtung von Räumen für Jugendliche.
Wie Gruppensprecher Johann Tjaden (SPD) auf Anfrage mitteilte, lagen bis zum 30. Juni keine Bewerbungen für die Jugendpflegerstelle vor. Die Kräfte seien rar gesät, der Markt sei „abgegrast“. Gute Leute zu bekommen, sei schwierig. Gleichwohl zeigte sich Tjaden optimistisch, die Stelle noch besetzen zu können. Das gelte auch für die Stelle des bisherigen Sozialarbeiters Manuel Rabenstein. Er soll nach Informationen dieser Zeitung nicht mehr für die Samtgemeinde tätig sein. Rabenstein war seit 2010 an der Seite seiner Kollegin Maren Janssen schwerpunktmäßig an der IGS Marienhafe-Moorhusen tätig. Über die Hintergründe seines Weggangs ist offiziell wenig bekannt und wird spekuliert.
Laut Bürgermeister Gerhard Ihmels (SPD) unterhält die Samtgemeinde im Bereich Schulsozialarbeit derzeit 3,5 Stellen. Weitere Einzelheiten dazu nannte er auch auf Nachfrage nicht.
Südbrookmerland erfolgreicher
Mehr Erfolg bei der Neubesetzung der Jugendpflegerstelle hatte die Gemeinde Südbrookmerland. Nach dem Weggang des bisherigen Jugendpflegers Karl Echterhof gab es dort einen nahtlosen Übergang. Ilona Wentrup trat ihren Dienst Anfang Juni an. Im Oktober bekommt sie zudem Verstärkung, wie bereits feststeht. Wie berichtet, hatte der Gemeinderat im vergangenen Jahr eine personelle Ausweitung der Jugendpflege beschlossen. Nachdem Echterhof seine Kündigung eingereicht hatte, gab es zunächst die Sorge, dass daraus vorerst nichts werden würde. Doch der Gemeindeverwaltung gelang es, beide Stellen zu besetzen und die Jugendpflege, zu der insbesondere der Betrieb des Jugendhauses in Moordorf gehört, zu sichern.