Zwei Hubschrauber angefordert Schwerer Unfall mit mehreren Verletzten in Norddeich
Auf der Itzendorfer Straße in Norddeich sind zwei Fahrzeuge frontal zusammengestoßen. Mehrere Personen sind verletzt, Rettungshubschrauber wurden angefordert.
Norddeich - Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich am Dienstag, 8. Juli 2025, gegen 15 Uhr auf der Itzendorfer Straße in Norddeich ereignet. Zwei Fahrzeuge sind in einer Kurve frontal zusammengestoßen. Laut ersten Informationen des Einsatzleiters der Polizei vor Ort wurde ein Mensch lebensgefährlich verletzt. Außerdem gibt es zwei Schwer- und zwei Leichtverletzte. Es wurden zwei Rettungshubschrauber angefordert. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr, Rettung und der Polizei waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Auch Seelsorger wurden an die Unfallstelle gerufen. Für die Rettungsmaßnahmen, Unfallaufnahme, Bergung und Fahrbahnreinigung war die Straße rund zwei Stunden voll gesperrt.
Wie die Polizei vor Ort mitteilte, saßen in einem Mercedes aus Chemnitz neben dem 69-jährigen Fahrer seine Ehefrau und zwei Bekannte. In einem weiteren Fahrzeug, einem Skoda aus Ennepetal, saß ein 56-jähriger männlicher Fahrer. Der Mercedes fuhr aus Richtung des Großparkplatzes in Richtung Deich. Der Skoda kam ihm von der Deichstraße aus entgegen. Vor Ort konnte laut Polizei bisher nicht geklärt werden, ob eines der Fahrzeuge in der Kurve leicht auf die Gegenspur geraten war. Auf der Fahrbahn waren keine Bremsspuren zu sehen. An der Unfallstelle ist Tempo 70 erlaubt.
Polizei sucht nach weiteren Zeugen
Erschwert wurden die Ermittlungen der Polizei durch die Tatsache, dass Bindemittel gegen auslaufende Fahrzeugflüssigkeiten auf die Straße aufgebracht und die Fahrzeugteile zunächst zur Seite gekehrt wurden. Laut Einsatzleitung gibt es zwar bereits erste Zeugenaussagen, die Polizei bittet aber mögliche weitere Zeugen des Unfalls, sich bei der Polizei Norden zu melden. Die Ermittlungen dauern an.
Zwei Fahrzeuginsassinnen aus dem Chemnitzer Wagen mussten von der Feuerwehr aus dem Auto gerettet werden. Dafür wurde das Dach des Autos abgenommen. Das Fahrzeug aus Ennepetal landete bei dem Zusammenstoß im Straßengraben. Drei Verletzte wurden in die Krankenhäuser von Aurich, Emden und Norden gebracht. Zwei weitere Verletzte wurden mit dem Rettungshubschrauber in die Kliniken von Bremen und Oldenburg geflogen.
Damit der Hubschrauber auf der Straße landen konnte, entfernte einer der Ersthelfer – ein Straßenwärter der Straßenmeisterei – ein Straßenschild mit einem Winkelschleifer. Anschließend unterstützte er mit seinem Dienstfahrzeug die Absperrmaßnahmen.
Den Rettern bot sich vor Ort ein verheerendes Bild. Weit verteilt lagen Fahrzeugteile auf der Fahrbahn und am Straßenrand. Die Polizei spricht von einem wirtschaftlichen Totalschaden an beiden Fahrzeugen. Es waren neun Rettungswagen, inklusive Notärzten vor Ort. Außerdem rund 40 Einsatzkräfte der Norder Feuerwehr.