Mühlenroute durch drei Gemeinden  Mit dem Rad von Mühle zu Mühle

Folkert Bents
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Von Folkert Bents
| 02.07.2025 15:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
An der Mühle in Coldinne stellten die Organisatoren die Mühlentour 2025 vor. Foto: Folkert Bents
An der Mühle in Coldinne stellten die Organisatoren die Mühlentour 2025 vor. Foto: Folkert Bents
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Mühlenvereine und Mühlenbesitzer in drei Gemeinden laden zu einer Tour am 13. Juli ein. Was die Teilnehmer an welchen Stationen erwartet.

Großheide - Im vorigen Jahrhundert waren Windmühlen ein unverzichtbarer Teil der lokalen Infrastruktur und für die Ernährung von Menschen und Nutztieren essenziell. Heute prägen sie als Wahrzeichen die ostfriesische Landschaft und sind in Ostfriesland so zahlreich und gut erhalten wie kaum anderswo in Deutschland. Dies ist vor allem dem Engagement vieler Freiwilliger in den Mühlenvereinen zu verdanken.

Aus einer Initiative von sechs dieser Vereine entstand im vergangenen Jahr die erste große Fahrradtour „Up Rad van Möhlen to Möhlen“. „Wir hatten mit etwa 300 Teilnehmern gerechnet, tatsächlich waren es am Ende aber 350 Radler“, erinnert sich Albert Janssen, Sprecher des „Arbeitskreises Mühlen“. Zuvor hatte Hans-Werner Janßen, 1. Vorsitzender des Mühlenvereins Südcoldinne, die Vertreter der teilnehmenden Mühlen sowie den Schirmherrn der Mühlentour, Fredy Fischer, als Vorsitzenden des Mühlenbeirates des Landkreises Aurich, begrüßt. Mit der Zusammenkunft und der Veröffentlichung des Programms leitete die Versammlung den letzten Abschnitt der Vorbereitungen ein.

Große Resonanz im Vorjahr

Der Erfolg und die große Resonanz machten es leicht, auch in diesem Jahr wieder die Mühlenroute über drei Gemeinden anzubieten, so Janssen. Am Sonntag, 13. Juli, können sich alle Interessierten von 9 Uhr bis 16 Uhr auf den Rundkurs begeben. Gestartet werden kann individuell an jeder der sechs teilnehmenden Mühlen. Zusammen mit Vertretern der Mühlenvereine Marienhafe, Upgant-Schott, Münkeboe, Leezdorf, Berumerfehn und Südcoldinne gab Janssen die Eckpunkte der zweiten Auflage der Tour bekannt.

Auf der bereits aus dem vergangenen Jahr bekannten Rundtour findet man bei einer Gesamtlänge von 38 Kilometern etwa alle sechs Kilometer eine der prächtigen Windmühlen. Die Route führt durch die Gemeinden Brookmerland, Großheide und Südbrookmerland – durch die typische ostfriesische Landschaft mit Feldern, Wäldern und Mooren, abseits der Hauptverkehrsstraßen. Die Strecke ist mit zahlreichen Schildern gut ausgeschildert. Zusätzlich erhält jeder Teilnehmer einen Faltblatt mit Karte und genauer Wegbeschreibung. Das Flugblatt enthält zudem Informationen zu den jeweiligen historischen Mühlen und kann auch außerhalb der Veranstaltung zum Erkunden genutzt werden.

An den einzelnen Stationen können sich Teilnehmer der Mühlentour ihre Teilnahmekarten abstempeln lassen. Foto: Folkert Bents
An den einzelnen Stationen können sich Teilnehmer der Mühlentour ihre Teilnahmekarten abstempeln lassen. Foto: Folkert Bents

Für alle Radler gilt am Veranstaltungstag die Einhaltung der Teilnahmerichtlinien mit den entsprechenden Sicherheitshinweisen. Darauf wiesen die Verantwortlichen bei der Vorstellung des Programms ausdrücklich hin. Für ein Startgeld von drei Euro erhalten die Teilnehmer alle Unterlagen und weitere Tipps.

Wer möchte, kann den Besuch der jeweiligen Mühle mit einem Stempel in einer Stempelkarte dokumentieren lassen. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr erhalten nun alle Teilnehmer auf Wunsch eine Urkunde, und bereits an der Startmühle gibt es den ersten Stempel, erklärt Janssen. „Wir wollen keinen sportlichen Ehrgeiz an den Tag legen, sondern das Radfahren in der schönen Landschaft genießen und die Mühlen besichtigen“, erläutert Janssen.

Überraschungen

An jeder Mühle warten die Mitglieder der Mühlenvereine auf die hoffentlich zahlreichen Teilnehmer und halten neben Getränken und Verpflegung auch die eine oder andere Überraschung für sie bereit. Die Streckenführung musste in diesem Jahr aufgrund von Bauarbeiten im Großheider Teil der Tour leicht angepasst werden.

Großheides Bürgermeister und Schirmherr Fredy Fischer lobte die Organisatoren für deren Arbeit. Er freue sich, auch in diesem Jahr wieder dabei zu sein, so Fischer. Finanzielle Unterstützung erhält „Up Rad van Möhlen to Möhlen“ in allen drei Gemeinden gleichermaßen. In Südbrookmerland steht die „Südbrookmerland Touristik GmbH“ mit Rat und Tat zur Seite, so Simon Willms von den Touristikern am Großen Meer. Für den Tourismus sei eine solche Aktion rund um die Wahrzeichen der Gemeinde eine großartige Sache, lobte auch er den „Arbeitskreis Mühlen“.

Frank Süßen (von links) und Joachim Betten von der Gemeindeverwaltung Südbrookmerland starteten im vergangenen Jahr in Upgant-Schott. Foto: Folkert Bents
Frank Süßen (von links) und Joachim Betten von der Gemeindeverwaltung Südbrookmerland starteten im vergangenen Jahr in Upgant-Schott. Foto: Folkert Bents

Die Flyer mit den Tour-Infos liegen an vielen Stellen aus. Zusätzliche aktuelle Informationen bieten die neu eingerichteten Internetseiten (www.muehlenverein-upgant-schott.de/up-rad-van-möhlen-to-möhlen/ und www.grossesmeer.de).

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