Berlin Bei diesen sechs Krankenkassen steigen ab 1. Juli die Kosten für Versicherte
Sechs Krankenkassen erhöhen ab Juli die Zusatzbeiträge – für Millionen Versicherte bedeutet das spürbare Mehrkosten. Die Aufsicht warnt bereits vor weiteren Schritten im zweiten Halbjahr.
Für gesetzlich Versicherte bei sechs bundesunmittelbaren Krankenkassen erhöhen sich zum 1. Juli 2025 die Zusatzbeiträge. Das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) hat die entsprechenden Anhebungen genehmigt, wie die Behörde auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte.
Besonders stark fällt demnach der Anstieg bei der EY BKK aus: Die Krankenkasse erhöht den Zusatzbeitrag von 1,04 auf 2,29 Prozent. Um jeweils einen Prozentpunkt rauf geht es bei der BKK Technoform (von 2,49 auf 3,49 Prozent) und der BMW BKK (von 2,90 auf 3,90 Prozent). Die IKK – Die Innovationskasse (von 3,60 auf 4,30 Prozent) sowie die Securvita BKK (von 3,20 auf 3,90 Prozent) erhöhen ihre Sätze ebenfalls deutlich. Bei der BKK PwC steigt der Zusatzbeitrag von 2,08 auf 2,40 Prozent.
Klicken Sie sich durch die Tabelle, um zu sehen, wie die Krankenkassen in 2025 Zusatzbeiträge erhöht haben:
Als Grund für die Erhöhungen nennt das BAS insbesondere eine Ausgabenentwicklung, die ungünstiger ausgefallen sei als erwartet. Überdurchschnittlich betroffen seien die Bereiche Krankenhausbehandlung und Arzneimittelversorgung. Die Finanzplanung der betroffenen Kassen sei dadurch erheblich unter Druck geraten.
Die Aufsichtsbehörde rechnet auch im zweiten Halbjahr mit weiteren Beitragsanhebungen. Wie viele Krankenkassen betroffen sein werden und in welchem Umfang die Zusatzbeiträge steigen könnten, lasse sich derzeit allerdings noch nicht seriös abschätzen.