Zeugnisvergabe Starke Worte zum Abschied der Auricher Abiturienten
Während einer Feierstunde in der Auricher Stadthalle haben 162 Abiturienten des Gymnasiums Ulricianum Aurich ihre Zeugnisse überreicht bekommen – und einen eindringlichen Appell.
Aurich - Hunderte haben am Freitagnachmittag gespannt auf die Bühne der Auricher Stadthalle geschaut. Dort bekamen 162 Schüler des Auricher Gymnasium Ulricianum ihre Abiturzeugnisse von Schulleiter Rüdiger Musolf überreicht. Die Übergabe findet normalerweise in der Sparkassenarena neben dem Gymnasium statt. Diese war jedoch bereits belegt. In Zusammenarbeit mit der Realschule Aurich, die einen Tag zuvor in der Stadthalle die Zeugnisse an ihre Absolventen übergab, konnte die Feier trotzdem problemlos auf die Beine gestellt werden, so der Schulleiter Rüdiger Musolf.
Eingeleitet wurde die Veranstaltung von der „Big Band“ der Schule. Sie starteten mit dem Lied „Sucker“ von den Jonas Brothers. Energiegeladen schmetterten die Schüler den Song durch die Halle und sorgten für einen Auftakt mit Gänsehaut-Momenten. Etwas ruhiger ging es dann mit „Don´t stop Believin“ weiter. Die Moderatorin des Nachmittags, Heike Duensing, verlor im Anschluss keine unnötigen Worte. Nach einer kurzen Begrüßung gab sie das Wort an den Schulleiter, Rüdiger Musolf.
Musolf konnte seinen Stolz auf den Jahrgang nicht verbergen: Von den Absolventen schafften 156 ihr Abitur, sechs bestanden den schulischen Teil ihrer Fachhochschulreife, sagte er. Von den Abiturienten hätten 50 Schüler einen Abschluss mit einem Schnitt besser als 2,0. Den optimalen Schnitt von 1,0 erreichten Gilbert Altmikus, Emma Blesene, Amelie Lübben und Jule Paxian. Insgesamt schaffte der Jahrgang es, mit einer Durchschnittsnote von 2,3 durch die Abschlussprüfungen zu kommen.
Schulleiter appelliert an Unternehmergeist
In seiner Rede holte Musolf weit aus. Es ging von Dankbarkeit und Freude hinüber zum Ursprung der Bürokratie, die laut ihm aus den Sorgen und Ängsten der Menschen entstanden sei. „Aus Bedenken und Angst vor Widerständen, aus Rücksichtnahme auf zahllose Einzelinteressen und Mindermeinungen, aus aberwitziger Sorge vor noch so theoretischen und abwegigen potenziellen Gefahren hat sich seit Jahrzehnten ein immer dichteres Geflecht aus Rechts- und Verwaltungsvorschriften ergeben, aus denen das folgt, was wir im negativen Sinne mit Bürokratie meinen, die sich vielfach längst von ihren im Kern eigentlich sinnvollen Zielen wegentwickelt hat“, so Musolf. Dieses „Monster aus Vorschriften“ diene „mehr dem Verhindern als dem Ermöglichen“, sagte er. „Fehlende Risikobereitschaft und Verantwortungsscheu haben sich überall im Lande breitgemacht. Im Großen wie auch vor unserer eigenen Haustür und bei uns selbst.“
Der Lichtblick folgte direkt auf die Erklärung der Bürokratie: „Ich wünsche Ihnen, dass Sie sich Ihr heutiges positives Grundgefühl, Ihre Freude und Dankbarkeit, Ihren Jubel und Ihre Aufbruchstimmung erhalten mögen, um sich von ihm tragen und beflügeln zu lassen.“ Es brauche „Unternehmergeist, der Zauderer und Bedenkenträger hinter sich lässt und voller Aufbruchstimmung freudig, mutig und innovativ vorangeht“, so Musolf.
Ein großer Abschnitt geht zu Ende
Groß sei die Leistung, die die Abiturienten vollbracht hätten, so Musolf. Den ersten großen Abschnitt ihrer Ausbildung hätten sie nun vollendet. Darauf könnten sie stolz sein. Es sei ein Tag der Freude und der Dankbarkeit. Doch es gehe nun weiter für sie. Musolf wünschte den Absolventen Mut und Entscheidungsfreude für ihr Leben. Sie sollten sich vor den Medien in acht nehmen, nicht alles glauben, was sie online sehen. Denn wenn man sich nur in seiner eigenen „Blase“ befinde, werde immer nur bestätigt, was man glauben möchte. Man erfahre nicht, was wirklich los sei. „Freude, Dankbarkeit, einen fröhlichen Aufbruch, optimistische Neugier, Kreativität, Mut - das wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen für Ihr Marschgepäck auf den neuen Wegen, die Sie nun beschreiten werden“, sagte der Schulleiter.
Nach einigen Reden und Ehrungen folgte dann die Zeugnisübergabe. In drei Abschnitte wurde sie aufgeteilt. Zuerst bekamen der Französisch-, der Mathe-, der Physik- und der Spanischkurs ihre Zeugnisse. Dann spielte die Schulband „Stiller Lärm“ das Lied „Tage wie diese“ von den Toten Hosen. Im Anschluss waren dann der Deutsch- , Chemie-, Biologie-, und der Geschichtskurs an der Reihe. Nach einem letzten Auftritt von „Stiller Lärm“ mit „We´re Not Gonna Take It“ (Twisted Sister) bekamen der Englisch-, Sport-, und der Politikkurs ihre Zeugnisse. Von da ging es dann zum abschließenden Sektempfang am Eingang der Stadthalle.
Die Absolventen vom Gymnasium Ulricianum Aurich 2025
Janine Abdul-Khalek, Dilara Adi, Bennet Jona Alberts, Gilbert Immanuel Altmikus, Gunvald Andresen, Elio Arnaud, Phillip Barth, Hannah Behrends, Thies Dale Bethke, Hannes Magnus Bigalski, Jonas Leonard Bigalski, Marie Birkel, Amelie Blau, Emma Blesene, Jette Block, Ina Bohlen, Sofie Bösking, Pauline Bruns, Claas Buß, Tamme Buß, Henrik Fynn-Ebbe Carstens, Amir Salim Charafeddine, Stian Elias Dähn, Karsten Dalhoff, Fritz Däublin, Leander de Buhr, Sophie de Buhr, Hannah de Wall, Hilko Debelts, Evke Decker, Tomke Katharine Determann, Nantke Lea Diekmann, Fenna Dirks, Feemke Talea Dirksen, Eeske Marie Eiben, Luca Daniel Eisenhauer, Moritz Engelbart, Jana Erdmann, Katharina Fecht, Wiebke Fecht, Adrian Elias Fischer, Lukas Fleßner, Leon Fokken, Jonas Folkerts, Dana Freimuth, Thore Frerichs, Neele Sandra Friedrichs, Vanessa Friedrichs, Eske Carolina Fröhling, Laura Fulfs, Emmy Thea Gärtner, Chayenne Gashi, Noah Geiken, Anna Gerbers, Hauke Ewald Gerken, Elias Joachim Goes, Michael Gerd Gohlke, Coord Leander Göken, Torbe Goldenstein, Enno Henrik Gronewold, Maje Waltraud, Tini Gronewold, Julia Alexandra Grübner, Merle Hamacher, Marlon Hampel, Johannes Alexander Häring, Mareke Harms, Julia Hartz, Jule Marie Hegenbart, Emmy Henkelmann, Joana Beverly Hilß, Lea Hippen, Marvin Hippen, Luca Marlon Höfker, Malte Hofmann, Michelle Horn, Henri Jacobs, Tim Janßen, Ines Alexandra Janssen, Malte Janssen, Nils Mathis Joosten, Anna Kamke, Mailin Luna Kampen, Ludwig Richard Kessemeier, Justus Bennet Kirchhof, Larissa Kleen, Carolin Eva Klöker, Sophie Koppmeier, Vel Krausche, Hanna Kruse, Amélie Louisa Kubusch, Matthias Laubrock, Mathis Liebermann, Klaudia Lis, Leni Löseke, Lotta Löseke, Joyce Jolina Lotze, Amelie Lübben, Jule Pia Lübbers, Paula Magareta Lütkemeyer, Bendix Lütten, Patrick Lý, Simon Lý, Tuseef Mahmood, Merit Meta Meinen, Marie Josephine Meints, Adem Meriç, Levi Gerrit Meulenberg-Immen, Isabelle Meyer, Mikolaj Moczydlowski, Allan Muhamed, Julian Nikos Müller, Lena-Marie Müller, Lisa Neubauer, Alina Nguyen, Lena Ohling, Jan Karol Oldziejewski, Gregor Onken, Feemke Pansegrau, Rieko Alwin Pargmann, Jule Theresia Paxian, Luka Kea Penning, Aliena Marie Petretto, Hannes Theodor Pilk, Jelena Punisic, Louisa Sophie Radke, Ben Udo Reimers, Max Reinhardt, Finn Jona Robben, Tammo Roskam, Leonie Rücker, Adrian Saathoff, Hilke Gretje Saathoff, Lennard Yago Saathoff, Malak Satta, Leja Schellschmidt, Noel Mourice Schligtenhorst, Frithjof Heye Schmidt, Luis Alexander Schulze, Nick Schunke, David Shahnazaryan, Lena Siebels, Benno Norbert Siefken, Ida Antonia Siemers, Alina Katharina Steffens, Paul Berent Sterrenberg, Sven Rainer Tergau, Lea Tooren, Emma Paula Trauer, Arthur Trofimow, Amelie Ubben, Renke Martin Urner, Thelonius Von Bargen, Paul Voß, Joelina Sophie Wachtendorf, Leif Wahls, Jula Wechselberg, Torben Nick Weerts, Felix Jakob Wehmeyer, Lisa-Marie Wessels, Emily Wilhelm, Inken Sophie Wiltfang und Nick Winter.