Sanierung steht an Schleusenbrücke in Leer wird wochenlang gesperrt
Die Brücke über die Seeschleuse in Leer ist eigentlich in einem guten Zustand. Allerdings muss die Fahrbahn saniert werden. Nachdem die Arbeiten 2024 verschoben wurden, stehen sie jetzt bevor.
Leer - Zunächst sollte die Brücke über die Seeschleuse in Leer bereits Ende 2024 saniert und damit voll gesperrt werden. Die Arbeiten wurden damals nach Kritik von Unternehmen verschoben. Jetzt stehen sie unmittelbar bevor. Die Stadtwerke hatten Anfang des Jahres bekanntgegeben, dass man in enger Abstimmung mit der Stadt Leer ein siebenwöchiges Zeitfenster festgelegt habe, das am Montag, 7. Juli, beginnt. Stadtwerke-Sprecher Edgar Behrendt bestätigte jetzt auf Nachfrage den Zeitplan.
Währenddessen wird die Schleusenbrücke für den Kraftfahrzeugverkehr durchgehend gesperrt sein. Das Passieren für Radfahrer und Fußgänger werde in den ersten Wochen der Maßnahme ebenfalls nicht möglich sein, so Behrendt. Je nach Bauablauf würden diese Verkehre jedoch vorzeitig wieder zugelassen. Die letzte umfangreiche Brückenprüfung hatte laut Mitteilung der Stadtwerke ergeben, dass sich die Brücke selbst nach wie vor in einem guten Zustand befinde, der Fahrbahnbeton über dem Brückenkeller allerdings Schäden aufweise, die angegangen werden müssten. Betroffen sei davon auch der Geh- und Radweg in dem Bereich. „Durch die Sanierung stellen die Stadtwerke sicher, dass der Verkehr auch in Zukunft weiterhin problemlos über die Schleusenbrücke rollen kann“, hieß es in der Mitteilung.
Unternehmen wiesen auf wenige Möglichkeiten für Lkws hin
Eigentlich waren die Arbeiten an der Brücke über die Seeschleuse bereits ab Anfang November 2024 geplant. Doch im Gespräch mit dieser Zeitung kritisierten Unternehmen am Hafen die fehlenden Infos zu der wochenlangen Sperrung durch die Stadtwerke. Diese hat nämlich zur Folge, dass Lastwagen von und zur Nesse entweder durch die Innenstadt – samt den Kreiseln am Hafenkopf und am Bahnhof, dem Innenstadtring oder dem Bahnübergang in der Bremer Straße – oder über die Südringbrücke fahren müssen. Letztere ist aber nur noch für Fahrzeuge bis 30 Tonnen freigegeben.
Die wenigen Möglichkeiten würden weiter eingeschränkt, hieß es damals von Unternehmen. Einige Lastwagen würden schon jetzt durch die Stadt in Richtung Bahnhof und dann durch die Bremer Straße fahren, um nach Oldenburg zu kommen. Für Ware, die in Richtung Süden transportiert werden müsse, werde aber die Schleusenbrücke befahren. Bei einer Sperrung würde noch mehr Verkehr durch die Stadt fahren. Gerade in der zunächst für die Arbeiten geplanten Vorweihnachtszeit könne das zu einem Problem führen. Über die Sperrung habe man zudem durch diese Zeitung erfahren. Die Verantwortlichen reagierten schließlich und verschoben die Arbeiten
Arbeiten in den Sommerferien
„Die Arbeiten sind vor allem deshalb in die Sommerferien gelegt worden, um wirtschaftliche Auswirkungen auf den Kunden- und Geschäftsverkehr von Leeraner Unternehmen möglichst gering zu halten“, hieß es in der Mitteilung der Stadtwerke im Januar. Obwohl die eigentlichen Arbeiten zu Beginn und zum Ende hin nur wenige Tage andauern würden, sei ein Zeitraum von insgesamt sieben Wochen für das Projekt erforderlich. „Der Grund: Es werden allein vier Wochen dafür benötigt, um den neuen Beton aushärten zu lassen“, teilten die Stadtwerke mit.
Mit dem Einbau des neuen Betons werde begonnen, sobald der alte abgetragen und die dadurch freigelegte Stahlbewehrung mit neuem Korrosionsschutz versehen worden sei. „Nach dem Aushärten des neuen Betons steht dann zum Abschluss noch das Versiegeln der neuen Fahrbahnoberfläche an“, hieß es weiter.
Die Umleitungsstrecken
Für die Zeit der Bauarbeiten werden jeweilige Umleitungen für den Verkehr ausgeschildert. Der Kraftfahrzeugverkehr wird über die Emsstraße (B436) im weiteren Verlauf des Stadtringes zur Papenburger Straße (B70) über den Südring, Sägemühlenstraße bis zur Straße „An der Seeschleuse“ geführt. Für die Gegenrichtung dann in umgekehrter Folge. Der Schwerlastverkehr wird laut den Stadtwerken auf dieser Strecke vor den gewichtsbeschränkten Brücken durch die bestehende Umleitungsbeschilderung abgefangen und muss den dort ausgewiesenen Wegen folgen.
Für den Zeitraum der Sperrungen für die Fußgänger und Radfahrer werden diese über die Groninger Straße, Neue Straße, Königstraße, Nessestraße, Sägemühlenstraße zur Straße „An der Seeschleuse“ umgeleitet. In der Gegenrichtung in umgekehrter Folge. Auf den Schiffsverkehr habe die Sanierung keinen Einfluss. „Schleusungen sind weiterhin möglich“, betonten die Stadtwerke.