Baugebiete in Großefehn Gemeinde will auf Mehrparteienhäuser setzen
Der Bedarf nach Bauplätzen für Einfamilienhäuser in der Gemeinde Großefehn sinkt. Für das Baugebiet Luisenstraße soll deshalb der Bebauungsplan geändert werden.
Großefehn - Die Gemeinde Großefehn möchte in der Zukunft bei Baugebieten stärker auf Doppel- und Mehrparteienhäuser setzen. Zum Baugebiet Luisenstraße gibt es dafür nun schon einen Beschluss. Detlev Meyer, Leitung des Fachbereichs Bau und Planung bei der Gemeinde Großefehn, stellte die Problematik im letzten Bauausschuss vor. „Die Vermarktung des Baugebiets läuft seit anderthalb Jahren, es wurden aber erst zwei Grundstücke verkauft“, so Meyer. Im Vergleich dazu sei das Baugebiet Claaßens Land in Ostgroßefehn bereits nach kurzer Zeit ausverkauft gewesen. Hier sind neben Einfamilienhäusern auch Doppel- und Reihenhäuser sowie Mehrgeschosswohnungen möglich.
Ursprünglich sollten im Baugebiet Luisenstraße nur Einfamilienhäuser zugelassen werden. „Vor fünf bis zehn Jahren sah es noch anders aus, aber heute ist das nicht mehr bezahlbar“, meinte Meyer mit Blick auf die gestiegenen Baukosten. Durch den neuen Beschluss sollen nun auch einige Doppelhäuser erlaubt werden. Laut Adams sollen diese auch nicht in der Nähe der bereits verkauften Grundstücke für Einfamilienhäuser stehen. Kay Bents (SPD) kritisierte, dass die Grundstücke zu teuer vermarktet wurden. Laut Bürgermeister Erwin Adams sei die Kalkulation damals der Politik aber offen gelegt worden.
Prognose prophezeit kleiner Haushalte
Passend zu der Thematik wurde im Bauausschuss auch die Bevölkerungsprognose des Landkreises vorgestellt. Anders als im gesamten Landkreis soll die Einwohnerzahl in Großefehn demnach bis 2035 um fast zwei Prozent steigen. Zudem gibt es einen Trend zu immer kleineren Haushaltsgrößen. Auch barrierefreie Wohnungen sollen mit dem demografischen Wandel an Nachfrage gewinnen. Deshalb werde in Zukunft insgesamt mehr Wohnraum benötigt.
„Der Bedarf wird zukünftig in Mehrfamilienhäusern gesehen“, erklärte Meyer. Bents appellierte in diesem Zusammenhang, den Bau von Mehrfamilienhäusern mit Vorsicht zu betrachten. Bisher gebe es nur wenige solche Immobilien. Laut Adams brauche es aber vor allem im Zentrum Großefehns Mehrparteienhäuser. Mitunter seien Häuser mit bis zu zehn Parteien dort auch im Bebauungsplan schon erlaubt.