Blaualgen am Ihler Meer  Landkreis gibt vorerst Entwarnung für Ihlow

| | 18.06.2025 12:11 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Provisorische Hinweisschilder weisen am Zaun des Hundestrands seit einigen Wochen auf eine mögliche Gefahr durch Blaualgen hin. Foto. Christin Wetzel
Provisorische Hinweisschilder weisen am Zaun des Hundestrands seit einigen Wochen auf eine mögliche Gefahr durch Blaualgen hin. Foto. Christin Wetzel
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Am Hundestrand wurden kürzlich Blaualgen registriert. Entsprechende Warnschilder weisen darauf hin. Jetzt gibt es Entwarnung. Warum die Gäste dennoch aufmerksam bleiben sollten.

Ihlow - Gute Neuigkeiten kurz vor dem großen Familienfest am Ihler Meer am Sonnabend und den vorhergesagten heißen Temperaturen gibt es Entwarnung für den Badesee in Ihlowerfehn. Am Dienstag fand die turnusgemäße Kontrolle der Gewässerqualität dort statt, bestätigt Landkreissprecher Rainer Müller-Gummels auf Nachfrage. Es sei kein Algen-Nachweis mehr erbracht worden, so der Landkreissprecher.

Zuletzt hatten Kontrollen beim Hundestrand Hinweise auf Blaualgen gegeben. Kurz nach dem Start der Badesaison hatten provisorische Hinweisschilder darauf hingewiesen. Für den Badestrand selbst auf der anderen Seite des Ihler Meers hingegen gab es keine Warnung. Das Problem bezog sich hauptsächlich auf den Hundestrand.

Landkreis: Situation derzeit unbedenklich

Nun gab es am Dienstag eine Sichtkontrolle, die keinen Algen-Nachweis erbracht habe, so Müller-Gummels. Die Situation sei derzeit unbedenklich. Durch die Schilder solle weiterhin auf das mögliche Algen-Vorkommen hingewiesen werden. Denn die Blaualgen können wind- und wetterbedingt schnell verschwinden, aber auch wieder auftreten. Wenn Algen gesichtet werden, werde Wasser aus dem betroffenen Bereich entnommen und im Labor überprüft. So werde unterschieden, um welche Algensorte es sich handele. Bislang gab es aber in den vergangenen Jahren lediglich Blaualgen am Ihler Meer. Zumindest aus den Daten des Badegewässer-Atlas geht hervor, dass es dort gelegentlich zu Blaualgenbefall kommen könne.

Blaualgen im Badesee

Bei Blaualgen handelt es sich eigentlich nicht um Algen, sondern um Cyanobakterien. Diese kommen immer wieder in natürlichen Gewässern vor. Treten sie in Massen auf, kann es für Mensch und Tier gefährlich werden. Die Cyanobakterien produzieren Toxine, also Gifte, die beim Menschen etwa zu Übelkeit und Erbrechen führen können oder beim Hautkontakt zu Ausschlag. Vor allem empfindliche Personen wie Kinder oder Menschen mit Vorerkrankungen sollten vorsichtig sein, wenn entsprechende Warnungen gelten, so rät es etwa der BUND im Internet. Auch die Tiere und Pflanzen eines Gewässers leiden unter dem Befall, es kann etwa zum Fischsterben kommen.

Grünliche oder bläuliche Verfärbungen eines Gewässers können auf einen Befall hindeuten. Ein genauer Nachweis kann aber nur im Labor stattfinden.

Andere Algenarten, wie Makroalgen oder Phytoplankton kamen hingegen noch nicht vor. Die Daten werden regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht. Nicht nur für das Ihler Meer, auch für alle anderen offiziellen Badegewässer in Niedersachsen werden hier im Rhythmus von zwei Wochen die Daten aktualisiert. Bislang gibt es im Landkreis Aurich keine Badewarnungen oder Ähnliches. Aber etwa beim Zwischenahner Meer (Landkreis Ammerland) gibt es Hinweise zu Blaualgen und im Göttinger Raum sogar ein Badeverbot deswegen.

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