Open Air in Tannenhausen So soll das Parken am zweiten Konzert-Wochenende schneller gehen
Nach den Erfahrungen am ersten Open-Air-Wochenende wurde das Verkehrskonzept nachgebessert. Nun soll das Parken zügiger klappen.
Aurich - Die Aufgabe ist nicht ohne: Es geht darum, 6000 bis 7000 Menschen, die per Auto oder Fahrrad unterwegs sind und alle zur gleichen Zeit ein gemeinsames Ziel anfahren, so zu lenken, dass alle ankommen und nichts passiert. Genau das soll das neue Verkehrskonzept der Stadt Aurich am Festivalgelände Tannenhausen leisten. Und auch wenn es am ersten Festival-Wochenende insbesondere beim Santiano-Konzert nicht ganz aufgegangen ist wie geplant: „Für uns war elementar, bei der Masse an Verkehrsteilnehmern den Fahrrad- und Autoverkehr zu trennen - und das ist uns gelungen“, sagt Hartmut Detmers.
Kritik an langen Wegen und Wartezeit auf Parkplatz
Nach dem ersten Open-Air-Wochenende mit drei Konzerten hatten sich zahlreiche Besucher des Santiano-Konzerts am Sonnabend beschwert, dass sie stundenlang bei der Parkplatz-Einweisung hätten warten müssen und dadurch den Konzertbeginn verpasst haben. Kritisiert wurden auch die langen Wegen zu Fuß vom Autostellplatz zum Festivalgelände.
Polizeihauptkommissar Hartmut Detmers, zuständig für Einsatz und Verkehr, hat am Verkehrskonzept Tannenhausen mitgearbeitet. In den vergangenen Jahren habe es immer Konflikte zwischen Radfahrern und Autos zu beobachten gegeben, berichtet er. Die wurden durch die Trennung der Verkehre und die Einrichtung der Einbahnstraßen-Regelung behoben. Ein zweiter Punkt sei gewesen, dass es stets Beschwerden von Anwohnern gab, deren Zufahrten komplett dicht geparkt wurden. Und das werde nun verhindert, indem überall Parkverbot herrscht und durch die Stadt zusätzliche Parkflächen geschaffen wurden, so Detmers. „Allerdings zu erwarten, dass man direkt vor dem Konzertgelände parken kann, ist kaum realistisch“, meint er. Es sei durchaus zu vertreten, die Besucher 500 bis 600 Meter zu Fuß gehen zu lassen, so der Polizeibeamte.
Das ist fürs zweite Konzert-Wochenende geplant
Nicht akzeptabel sei indes die derart lange Wartezeit auf einen Stellplatz, betonte Detmers. Die Stadt Aurich und die Polizei haben deshalb am Dienstag ihr Verkehrskonzept an einigen Stellen nachgebessert. Denn wie der Blick auf das Verkehrsgeschehen vergangenen Samstag zeigt, dauerte insbesondere die Beschickung der Parkflächen zu lange. „Das versuchen wir zu optimieren, was vermutlich den größten Zugewinn bedeuten würde“, so Detmers. Und auch die Einbahnstraßenregelung wird am kommenden Konzert-Wochenende strikt durchgesetzt. „Nur dann kann das Verkehrskonzept aufgehen.“
Polizei und Stadt erwarten für das kommende Wochenende wieder ähnlich viele Besucher und Fahrzeuge. Und auch der Badesee wird bei dem prognostizierten sommerlichen Wetter wieder gut besucht sein.
Die nächsten Open-Air-Konzerte sind am Freitag, 20. Juni, Rea Garvey, am Sonnabend, 21. Juni, Sarah Connor („My favorite Songs Part II“) und am Sonntag, 22. Juni, Howard Carpendale.