Berlin Schickt jetzt Donald Trump bunkerbrechende Bomben gegen Irans Atomanlagen?
Israel bekommt Rückendeckung vom US-Präsidenten und dem G7-Gipfel. Jetzt muss sich das Mullah-Regime entscheiden: Frieden oder Eskalation? Schickt Trump gar bunkerbrechende Bomben?
Kanzler Merz steht an der Seite Israels – so wie der gesamte G7-Gipfel. Die Industriestaaten rufen zur Deeskalation im Krieg mit dem Iran auf, betonen aber zugleich Israel Recht, seine Bevölkerung zu schützen. Das ist klug und positiv.
Natürlich sind die vielen Warnungen im Westen vor einem Flächenbrand ernst zu nehmen, aber viele übersehen dabei Gravierendes: Im Grunde tobt dieser Flächenbrand schon seit Jahren. Die vom Iran unterstützten Terrorgruppen wie die Hisbollah im Libanon und die Hamas im Gazastreifen sind geschwächt. Sie haben den Krieg verloren, den die Hamas mit dem Terrorangriff am 7. Oktober 2023 begonnen hat. Zudem wurde Assads Regime in Syrien gestürzt. Der Zeitpunkt ist für Israel also günstig, zumal auch Russland angesichts des Ukraine-Krieges kaum in der Lage ist, seinem Verbündeten in Teheran zur Hilfe zu eilen.
Zudem sollten Israel-Kritiker bedenken: Ein Krieg gegen das Mullah-Regime birgt Risiken. Weit risikoreicher für den Weltfrieden wären jedoch Atombomben in den Händen der Extremisten. Das Mullah-Regime stand kurz davor, in den Besitz nuklearer Waffen zu gelangen, allen Verhandlungen, Sanktionen und UN-Inspektionen zum Trotz. Ein atomares Wettrüsten im Nahen Osten wäre die Folge. Und vor allem müsste Israel um seine Existenz fürchten. Seit die Ayatollahs 1979 in Teheran die Macht übernahmen, schwören sie, Israel auszuradieren. Mit Atombomben hätten sie das Werkzeug zum Völkermord.
Dagegen will Israel nicht den Iran vernichten, sondern nur das Atomprogramm. Im besten Fall wird das Machtsystem der Mullahs so sehr geschwächt, dass sich die iranische Opposition zum Sturz des Unrechtsregimes erhebt. Es gibt deshalb nicht wenige Iraner, die Israel heimlich die Daumen drücken. Anfänglich hatte Trump den Eindruck erweckt, der Angriff sei ein Alleingang der Israelis. Aber vielleicht war das nur ein Täuschungsmanöver. Seine Tweets wirken wie der Teil einer psychologischen Kriegsführung. Vor allem sein Aufruf, Teheran zu evakuieren, setzt das Regime weiter unter Druck. Dass der US-Präsident seinem französischen Amtskollegen Macron widerspricht, er wolle schnell Frieden erreichen, passt ins Bild. Trump lässt sich alle Optionen offen.
Möglich, dass der US-Präsident verhandelt. Aber es auch nicht auszuschließen, dass die USA Bomber mit bunkerbrechenden Präzisionswaffen schicken, also Waffensysteme, die Israel fehlen, offiziell zumindest. Die könnten aber gebraucht werden, um unterirdische Atomanlagen des Irans zu zerstören. Jetzt muss sich das Mullah-Regime entscheiden: Frieden oder Eskalation?