Kinderbetreuung in Ihlow So gut sind die Ihlower Kitas ausgelastet
Die Kinderbetreuung wurde in den vergangenen Jahren in Ihlow Stück für Stück erweitert. Wie viele Plätze gibt es und wie werden sie genutzt?
Ihlow - Was die Zahl der Kitaplätze angeht, könnte die Gemeinde Ihlow dieses Jahr rückblickend fast als Punktlandung bezeichnen. Dennoch gibt die Gemeindeverwaltung sich nicht zufrieden. Wie viele Plätze es gibt, wie sie genutzt werden und was noch in den kommenden Jahren geplant ist, zeigte sich kürzlich in der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Jugend, Sport und Soziales.
397 Kindergartenplätze gibt es zusammengerechnet in der Gemeinde Ihlow. Das ging aus der Präsentation der Gemeindeverwaltung hervor, die sich auf die Kitabedarfsplanung des Landkreises Aurich bezog. Mitarbeiterin Silvia Ihnken erklärte, dass von diesen Kindergartenplätzen 394 belegt sind. Die Zahlen beziehen sich auf das aktuelle Kitajahr, also 2024/2025. Bei den Krippenplätzen, also allen Kindern unter drei Jahren, waren es 134 belegte Plätze. Somit war alles ausgebucht. Neben den Krippen gibt es für Kinder unter drei Jahren auch noch die Tagespflege. Es gab aber übers Jahr auch freie Plätze etwa im Krippenbereich, so dass die Gemeinde den Eltern flexibel etwas anbieten konnte, erklärte Ihnken. „Wir liegen sehr gut“, so Ihnken. Der Bedarf ist aktuell wegen der geburtenstarken Jahrgänge im Kindergartenbereich sogar höher als im Krippenbereich. Deswegen wird die temporäre Kita in Ihlowerfehn in den Containern ab dem Sommer Platz für eine Kindergartengruppe bieten, um den Bedarf entsprechend zu decken. Derzeit ist da noch eine Krippe untergebracht. Zum Jahreswechsel wurde die Temporäre Kita schon verkleinert, als die Kindergartengruppe auszog und in die Gulfhof-Kita in Westerende-Kirchloog umzog.
Pläne für weitere Krippe
Die Gemeinde hat aktuell also sieben Kindergärten und fünf Krippen. Die Einrichtungen sind weitgehend über das Gemeindegebiet verteilt. Schon länger gibt es jedoch den Wunsch, an den Kindergarten in Simonswolde auch eine Krippe anzusiedeln. Hier konnte Bürgermeister Arno Ulrichs auch schon Einblick in die aktuellen Planungen geben. In seinem Bericht hieß es, die Gemeinde komme beim Grundstück für die Erweiterung voran. Jetzt müsse besprochen werden, was bautechnisch sinnvoll wäre. Zwei Varianten seien denkbar, auf die Ulrichs aber noch nicht näher in der Sitzung einging. Gespräche mit Kindergartenleitung und Schule seien da noch nötig.
Es hieß aber auch, dass nicht unnötig über Bedarf hinaus geplant werde. Die Gemeinde muss immer diesen Spagat schaffen: „Wir wollen Spiel haben und auf die Wünsche der Eltern eingehen und müssen es so steuern, dass es vernünftig passt“, sagte Ulrichs. Keiner in der Gemeinde möchte zu viele leerstehende Plätze haben oder zu viele Kinder auf Wartelisten.