Osnabrück  Zentrale Ausländerbehörde zur Fachkräftegewinnung kommt nach Osnabrück

Nina Kallmeier
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Von Nina Kallmeier
| 10.06.2025 12:40 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Viele Unternehmen in Niedersachsen setzen bei der Gewinnung von Fachkräften mittlerweile auch auf das Ausland. Die zentrale Ausländerbehörde zur Fachkräftegewinnung soll diesen Prozess vereinfachen. Foto: imago/Bihlmayerfotografie
Viele Unternehmen in Niedersachsen setzen bei der Gewinnung von Fachkräften mittlerweile auch auf das Ausland. Die zentrale Ausländerbehörde zur Fachkräftegewinnung soll diesen Prozess vereinfachen. Foto: imago/Bihlmayerfotografie
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Osnabrück wird künftig um eine Behörde reicher: Die zentrale Ausländerbehörde zur Fachkräftegewinnung des Landes Niedersachsen wird ihren Sitz in der Hasestadt haben. Bereits zum 1. Juli soll es losgehen.

Aus 52 mach 1: Bereits im Oktober 2024 hatte die niedersächsische Landesregierung beschlossen, eine zentrale Ausländerbehörde einzurichten. Das Ziel: die Beschleunigung und Vereinfachung des Verwaltungsverfahrens zur Fachkräftegewinnung im Ausland. Nun steht fest, wo diese neue angesiedelt sein wird: in Osnabrück.

Das hat das Kabinett heute beschlossen. Zunächst hatte der NDR über Osnabrück als Standort für die neue Stelle berichtet, die organisatorisch bei der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen angesiedelt ist.

Ursprünglich sollte die zentrale Ausländerbehörde bereits im ersten Halbjahr 2025 an den Start gehen. Nun wird es ab Juli sukzessive losgehen. Im Haushaltsplan ist die Zentralstelle mit 30 Stellen veranschlagt, wie das Innenministerium auf Anfrage mitteilt.

In den kommenden sechs Monate bis zum Jahresende könnten die antragstellenden Arbeitgeber noch entscheiden, ob sie die Anträge weiterhin bei den bisher zuständigen Kommunen oder bei der neuen Zentralstelle einreichen wollen. Ab dem Jahresbeginn 2026 ist dann ausschließlich die neue Zentralstelle in der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen für diese Aufgabe zuständig.

Die Hoffnung ist, dass durch eine zentrale Anlaufstelle für Arbeitgeber in Niedersachsen Einreiseverfahren durch das sogenannte beschleunigte Fachkräfteverfahren schneller durchgeführt werden. „Durch die Spezialisierung auf das beschleunigte Fachkräfteverfahren können Abläufe und Entscheidungen landesweit einheitlich gestaltet und entsprechendes Erfahrungswissen aufgebaut werden“, stellte Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens im vergangenen Jahr in Aussicht.

Der Osnabrücker Landtagsabgeordnete Volker Bajus (Grüne) begrüßt die Entscheidung, die das Kabinett an diesem Dienstag, 10. Juni, getroffen hat. „Angesichts des wachsenden Mangels an Arbeits- und Fachkräften erleichtert das Land die Zuwanderung in den Arbeitsmarkt. Insbesondere die Pflegebranche, die Industrie und der Mittelstand suchen händeringend nach neuen Leuten“, teilte Bajus mit.  Die Einrichtung einer zentralen Ausländerbehörde entlaste einerseits die Kommunen, andererseits erhalte die Wirtschaft einen zentralen Ansprechpartner. „Das Einreiseverfahren kann so schneller und einfacher durchgeführt werden“, ist der Abgeordnete überzeugt. Auch, dass seine Heimatstadt Osnabrück als Standort ausgewählt wurde, freut Bajus. „Das zeigt, dass das Land weiter viel Vertrauen in den Standort Osnabrück hat.“

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