Wasserverband  OOWV investiert Millionen in Trinkwasserleitungen

| 07.06.2025 15:32 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Der Rohrgraben wird ausgehoben. Daneben liegt die neue Trinkwasserleitung schon bereit.Foto: Udo Janssen/Rohrleitungsbau Janssen
Der Rohrgraben wird ausgehoben. Daneben liegt die neue Trinkwasserleitung schon bereit.Foto: Udo Janssen/Rohrleitungsbau Janssen
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Derzeit werden neue Rohre in Aurich-Langefeld verlegt. Das hat Auswirkungen auf den Verkehr in dem Bereich.

Aurich - Seit Juli 2024 erneuert der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOVW) eine Trinkwasserleitung im Auricher Ortsteil Langefeld. Auf einer Länge von 3,2 Kilometern wird eine Wasserversorgungsleitung aus dem Jahr 1963 ersetzt, teilte der Verband mit. Zwischen der Bundesstraße 210 (Esenser Straße) und dem Hünenschlootweg wurde eine neue Trasse für die neue PE-Leitung mit einem Außendurchmesser von 560 Millimetern gefunden. Es handelt sich um einen übergeordneten Leitungsabschnitt des großen OOWV-Verbundnetzes, mit dem sowohl die örtliche Versorgung als auch die Versorgung im ländlichen Raum sichergestellt wird. Die Leitung in Langefeld verbindet das Wasserwerk Harlingerland unter anderem mit den Gemeinden Wiesmoor und Friedeburg sowie mit der Stadt Aurich.

Der größte Teil des neuen Wasserrohres liegt bereits unter der Erde, drei Viertel der Leitung sind verlegt. Den Äckern entlang der Langefelder Straße ist der Bau nicht mehr anzusehen. OOWV-Projektleiterin Yvonne Hilker lobt in dem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit mit den Genehmigungsbehörden. Gemeinsam habe man zum Beispiel mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Aurich bei den Wallhecken die Stellen gesucht, an denen der Durchbruch für die Trasse mit so geringen Auswirkungen für die Natur wie möglich gemacht werden konnte. Sehr genau seien auch große Bäume entlang der Trasse beachtet worden, um deren Wurzelbereich nicht zu schädigen.

Baustellenampel regelt den Verkehr

Vier größere Aufgaben sind noch erforderlich, ehe die Hauptleitung fertiggestellt ist. Die Bundesstraße 210, das Langefelder Tief und die „Lehmkuhlenleide“ an der Straße „Vor Brewater“ müssen noch mit Bohrungen unterquert werden. Die Bohrung unter der Esenser Straße erfolgt in Höhe des Vögelwatersweges. Auf der anderen Seite der Bundesstraße, neben dem Hengstforderweg, wird der Anschluss an das bestehende Netz erfolgen.

Für alle Verkehrsteilnehmer sichtbar sind derzeit die Arbeiten am Radweg entlang der Langefelder Straße (Kreisstraße 122). In Höhe der Hausnummer 13 muss die Trinkwasserleitung unter dem Radweg verlegt werden. Daher werden seit Dienstag, 3. Juni, die Radfahrerinnen und Radfahrer über die Straße umgeleitet. Für Autofahrer bleibt so nur eine Fahrbahn übrig. Eine Baustellenampel regelt den Verkehr.

Am 3. Juni wurde die Umleitung für Radfahrerinnen und Radfahrer eingerichtet.Foto: Heino Hermanns/OOWV
Am 3. Juni wurde die Umleitung für Radfahrerinnen und Radfahrer eingerichtet.Foto: Heino Hermanns/OOWV

Bis Ende Juni soll die Hauptleitung verlegt sein, so der OOWV. „Dann erfolgen Druckproben und Wasserproben. Nach dem Nachweis der Keimfreiheit kann die Einbindung in das bestehende Netz erfolgen. Anschließend erfolgt die Umklemmung der Hausanschlüsse“, heißt es. Yvonne Hilker schätzt, dass die gesamte Maßnahme Ende August abgeschlossen werden kann. Der OOWV investiert nach eigenen Angaben rund zwei Millionen Euro in dieses Bauprojekt. Den Zuschlag erhielt bei der öffentlichen Ausschreibung die Firma Janssen Rohrleitungsbau aus Südbrookmerland.

Weiteres Projekt in direkter Nähe

Ein weiteres Projekt des OOWV in unmittelbarer Nähe soll in Kürze vergeben werden. Es handelt sich um den Neubau einer Trinkwasserleitung parallel zur Esenser Straße. Mit einem Außendurchmesser von 355 Millimetern ist die Leitung etwas kleiner als die an der Langefelder Straße. Verlegt werden soll die Leitung auf einer Länge von rund 3,4 Kilometern zwischen dem Vögelwatersweg und der Spekendorfer Straße (Kreisstraße 129) in offener, teilweise auch in geschlossener Bauweise. Zehn Hausanschlüsse werden im Anschluss umgeklemmt, fünf Hausanschlüsse werden komplett erneuert. Für diese Maßnahme ist eine Investitionssumme von rund einer Million Euro eingeplant.

Wann genau mit den Bauarbeiten begonnen werden kann, steht noch nicht endgültig fest.

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